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Politik in Lenggries:Tobias Raphelt bleibt SPD-Chef

SPD bestätigt Ortsvorsitzenden im Amt

Die Lenggrieser SPD gibt sich in diesen Tagen zuversichtlich und setzt auf Konstanz: Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Sozialdemokraten am Mittwoch haben die zwölf anwesenden Genossen einmütig Tobias Raphelt als Ortsvorsitzenden wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig wurden in der Versammlung seine Stellvertreter Franziska Baumann und Florian Kubiczek im Amt bestätigt. Einen Wechsel gab es hingegen beim Amt des Kassiers, das künftig Oskar Kiraly übernimmt. Neu gewählt wurden zudem Sabine Gerg, Michael Pichler und Florian Stange als Beisitzer.

Vor zwei Jahren hat Tobias Raphelt den Vorsitz des schwächelnden Lenggrieser Ortsvereins übernommen, der derzeit 28 Mitglieder zählt. Bei der Kommunalwahl im März stimmten in der Brauneckgemeinde sieben Prozent für die SPD, Raphelt und Sabine Gerg schafften den Einzug in den Gemeinderat. Raphelt kandidierte auch bei beiden Bürgermeisterwahlen, die heuer in Lenggries stattfanden, und bekam im September immerhin 16 Prozent der Stimmen.

Die Ergebnisse der zurückliegenden Wahlen seien "recht gut" gewesen, findet Raphelt inzwischen. "Wir fühlen uns ein bisserl im Aufwind", sagte er. In der Brauneck-Gemeinde sei es positiv aufgenommen worden, dass die SPD nach sechsjähriger Pause wieder im Gemeinderat vertreten ist.

Neben den politischen Inhalten wollen die Genossen im kommenden Jahr, wenn Corona dies zulasse, wieder kulturelle Veranstaltungen organisieren. "Das war in der Vergangenheit ein großer Bereich für uns", sagte Raphelt und nannte als Beispiele das Konzert der Wellküren oder die Auftritte von Sigi Zimmerschied im Alpenfestsaal. Im kommenden Jahr feiere die SPD Lenggries zudem ihr 75-jähriges Jubiläum, da werde es sicher eine Veranstaltung geben, kündigte der Ortsvorsitzende an.

Die Zusammenarbeit im neuen Gemeinderat beschreibt Raphelt als "konstruktiv". Die SPD werde ihrer politischen Überzeugung treu bleiben, aber dem jungen Bürgermeister Stefan Klaffenbacher (FWG) "keine Steine in den Weg legen", erklärte er.

© SZ vom 10.10.2020 / schp

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