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Parken in Münsing:Schärfere Überwachung

Gemeinde vergibt Kontrolle an Oberland-Zweckverband

Die Gemeinde Münsing hat Probleme mit Falschparkern. Beim Vereinszentrum am Hartlweg stellen sie sich ins Halteverbot. Rund um das Erholungsgelände Ambach am Starnberger See werden Rettungswege und Feuerwehrzufahrten blockiert. Doch geahndet wurden derartige Verstöße aus Sicht der Gemeinde in jüngster Zeit zu wenig. Denn die bisherigen Vertragspartner zur kommunalen Verkehrsüberwachung - die Stadt Wolfratshausen und die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft (NWS) - plagen Personalengpässe. Daher hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen zu wechseln. Zum kommenden Jahr wird Münsing dem Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland beitreten.

"Wir können froh sein, dass noch nichts Schlimmes passiert ist", sagte Bürgermeister Michael Grasl. Er bezweifelte, dass die Stadt Wolfratshausen mit der NWS die großflächige Gemeinde Münsing künftig in ausreichender Form betreuen könnte. Deren Außendienst kommuniziere kaum noch mit dem kommunalen Ordnungsamt. Zudem habe die Gemeinde Lenggries beschlossen, die Zweckvereinbarung mit der Stadt Wolfratshausen und der NWS auf den ruhenden Verkehr auszudehnen. Die Kapazitäten für Münsing würden das aus seiner Sicht eher schwächen. Ausdrücklich bedankte sich Grasl bei den bisherigen Vertragspartnern für die lange Zeit ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Beim Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland fühlt sich Münsing besser aufgehoben. Ihm haben sich laut Grasl um die 129 Städte und Gemeinden angeschlossen. Auch wenn es nicht zu den Aufgaben der kommunalen Verkehrsüberwachung zählt, wünschten sich Thomas Schurz (CSU) und Ursula Scriba (Bürgerliste) mehr mobile Geschwindigkeitsanzeigen im Gemeindegebiet. Derzeit gibt es laut Bürgermeister zwei solche Anlagen in Holzhausen. Eine weitere soll an der Münsinger Ortseinfahrt aus Richtung Degerndorf installiert werden, wenn die Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße abgeschlossen sind.