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Nach Bakterienbelastung:Benediktbeurer Wasser keimfrei

Die Abkochanordnung bleibt dennoch weiter bestehen

Die Gemeinde Benediktbeuern hatte Anfang August dieses Jahres bei einer routinemäßigen Untersuchung der Wasserqualität E-Coli-Bakterien im Trinkwasser festgestellt. Seither gilt mit Rücksprache und Anordnung des Gesundheitsamts dort ein Abkochgebot: Bürger und Gäste der Gemeinde Benediktbeuern müssen das Wasser aus der Leitung auf 100 Grad erhitzen, bevor es benutzt oder getrunken werden darf. Bis zum vergangenen Sonntag wurde das Wasser zudem vorsorglich mit Chlor desinfiziert.

Am Mittwoch wurde nun eine erneute Wasserprobe genommen, deren Vorab-Prüfbericht am Freitag der Gemeinde zugestellt wurde - und eine gute Nachrichten enthielt. Wie Bürgermeister Anton Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung) in einer Pressemitteilung erklärt, belaufen sich die Werte der Wasserprobe bei den Keimen mit dem Namen Clostiridium perfringes, bei coliformen Bakterien, E-Coli und Enterokokken jeweils auf null, was auch dem Grenzwert entspreche. "Damit sind aus heutiger Sicht die oben genannten Werte negativ in der Auswertung. Dies heißt im Umkehrschluss, dass die Wasserqualität auf Basis des Vorab-Prüfberichtes wieder einwandfrei ist", sagt Ortlieb. Den endgültigen Bericht erwartet der Bürgermeister für kommenden Montag. Bis dahin gilt allerdings die Abkochanordnung in der Gemeinde weiter, betont der Rathaus-Chef.

Warum es Anfang August zu der Verunreinigung des Benediktbeurer Trinkwassers gekommen ist, bleibt Gegenstand der Untersuchungen. Ortlieb vermutet, dass die Verkeimung auf den Starkregen zurückzuführen sein könnte, der zu dieser Zeit niederging. Welche weiteren Schritte zur Sicherung des Trinkwassers anstehen, werde die Gemeinde mit dem Gesundheitsamt abklären, sobald der endgültige Befund vorliegt.

© SZ vom 22.08.2020 / cjk

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