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Münsinger Wohnungsmarkt:Von Nachfrage und Möglichkeiten

In der Gemeinde bleiben bezahlbare Quartiere weiterhin knapp

Auf dem "Milchhäusl-Grundstück" hat Münsing erst im Vorjahr das bislang größte kommunale Mietwohnungsprojekt fertiggestellt. Die Nachfrage nach vergleichbaren Objekten wird aber bleiben. "Wir brauchen eigentlich noch viel mehr bezahlbare Mietwohnungen in öffentlicher Hand", hat Bürgermeister Michael Grasl (FW) kürzlich auf der diesjährigen Bürgerversammlung erklärt. Für jeden sein Einfamilienhaus mit tausend Quadratmeter Garten, wie noch vor drei Jahrzehnten üblich, zu planen, sei für die Gemeinde nicht mehr möglich. Die Flächen dafür fehlten. Zudem könne sich dies heutzutage kaum noch jemand leisten.

Investiert hat die Kommune in das Haus mit 12 geförderten Wohnungen am Milchhäusl-Grundstück aber auch einiges. 4,54 Millionen Euro kostete laut Grasl das Gesamtvorhaben. Darin eingerechnet sind der Grunderwerb für 738 000 Euro sowie die Roh- und Ausbaukosten für knapp 1,7 beziehungsweise 1,6 Millionen Euro. Für die Außenanlagen zahlte die Gemeinde 505 000 Euro. Allerdings flossen 1,23 Millionen Euro staatliche Zuschüsse wieder auf deren Konto zurück. So hat es Grasl in der Bürgerversammlung auf Anfrage von Hans Müller erläutert.

Derzeit schafft die Kommune nur neues Baurecht in kleinerem Maßstab - an der Degerndorfer Angerbreite, am Münsinger Angerweg und in St. Heinrich. "Keine großen Baugebiete, aber immerhin für Einheimische einige kleine Parzellen", wie Münsings Bürgermeister sagt.

© SZ vom 09.10.2020 / bene
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