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Münsing:Kopftücher und Kruzifixe

Aufstellungsversammlung Nominierung

Martin Ehrenhuber bleibt Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Münsing. Er kündigte an, mehr Mitglieder gewinnen und die CSU verjüngen zu wollen.

(Foto: Neubauer)

Der Münsinger CSU-Vorsitzende Martin Ehrenhuber wird im Amt bestätigt. Und zeigt sich befremdet über aktuelle Entwicklungen

Martin Ehrenhuber bleibt Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Münsing. Alle 13 Stimmberechtigten bestätigten ihn in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Limm in diesem Amt. Seine beiden Stellvertreter sind Bernd Hannemann (12 Stimmen) und Helge Strauß (sieben Stimmen). Peter Holzer erreichte bei der Stellvertreterwahl sechs Stimmen und wurde damit nicht gewählt. Schatzmeister bleibt Hans Schmid. Neuer Schriftführer ist Robert Uhle.

Ehrenhuber erinnerte an die zahlreichen Krisen in der Welt und ging auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen ein pauschales Kopftuchverbot ein. Es sei eine Schräglage in einem christlich geprägten Land, wenn Kruzifixe nicht erwünscht, aber Kopftücher möglich seien, sagte er. Weiters berichtete Ehrenhuber über Projekte, welche die Münsinger CSU initiiert hatte. Für dieses Jahr hat die Partei beantragt, den Pendlerparkplatz an der Garmischer Autobahn zu erweitern und zu beleuchten und Badeinseln am gemeindlichen Badeplatz zu installieren. Ebenso wolle er die Energiewende vorantreiben, sagte Ehrenhuber. In Münsing sehe er Potenzial für mehr Fotovoltaikanlagen. Wichtig seien ihm auch Fahrradwege, etwa von Münsing nach Ammerland, wozu er mit Grundstücksbesitzern sprechen wolle.

Derzeit hat der CSU-Ortsverband 67 Mitglieder. Ehrenhuber kündigte an, mehr Mitglieder gewinnen und die Münsinger CSU verjüngen zu wollen.

Außerdem diskutierten die CSU-Mitglieder über den Antrag von Münsinger Eltern, das Essen in der Mittagsbetreuung an der Grundschule zu verbessern und einen regionalen Caterer zu engagieren. Ihm gefalle die Idee, sagte Ehrenhuber. Bisher werde das Essen aus Nordrhein-Westfalen angeliefert und in Bayern aufgewärmt. Allerdings müsse er sich erst selbst ein objektives Bild machen und strebe mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) als Träger eine partnerschaftliche Lösung an, sagte der CSU-Ortsvorsitzende. Hubert Kühn zeigte sich über den Antrag der Eltern verärgert. Denn erst kürzlich habe es eine Informationsveranstaltung für Eltern gegeben, an der auch die Elternbeiratsvorsitzende teilgenommen habe. Mit dem BRK hätten sie sich verständigt, Verbesserungen einzuleiten, aber erst einmal weiterzumachen. Die Gemeinde habe keinen Einfluss auf das Essensangebot, sagte Kühn, der Münsinger Kämmerer ist. Vertraglich seien lediglich die Räume an das BRK vermietet.

Gemeinderat Thomas Schurz sprach die zusätzlichen Verstärkerbusse an, die seit Dezember im einjährigen Probebetrieb von Wolfratshausen nach Münsing fahren. Er wisse, dass der Bus um kurz nach 13 Uhr kaum angenommen werde. Das gelte auch für den Bus um 15.22 Uhr.