bedeckt München
vgwortpixel

Mitten in der Region:Yin und Yin, Yang und Yang

Die größte Schmach für einen Fußballspieler ist das verächtliche Verdikt, er habe zwei linke Füße. Für minderbegabte Kicker ist ein solches Urteil in etwa so herabwürdigend wie für einen trödelnden Wettkampfschwimmer das Lob, wenigstens sei er nicht ersoffen. Als Metapher haben die beiden linken Füße dabei schon vor Urzeiten das Laufen gelernt, damals, als es noch Standard war, dass selbst die besten Fußballer der Welt mit dem einen Bein den Ball ins Netz droschen und das andere Bein nur brauchten, um währenddessen nicht umzufallen. Wie zum Beispiel in seinen Anfangsjahren der gegenwärtig wohl beste Fußballspieler der Welt, Lionel Messi, der inzwischen aber durch hartes Training auch seinem schwächeren Bein beigebracht hat, Knoten in die Haxen gegnerischer Verteidiger zu spielen.

Der Jahreszeit entsprechend nun ein thematischer Wechsel zum Wintersport, wo die Protagonisten in der Regel ebenfalls beidfüßig am Start stehen, Skirennläufer etwa. Bei ihnen sind der linke und der rechte Fuß gleichberechtigt, keiner ist dem anderen um einen Schritt voraus. Wie Yin und Yang halten sie eng zusammen, damit es bei Tempo 120 Sportlerinnen und Sportler in der Kurve nicht in die Landschaft steckt. Man kann sich vorstellen, was mit einem Abfahrer passiert, wenn er seine Rennzehen versehentlich in zwei linke oder zwei rechte Skischuhe stecken würde. Augen auf bei der Schuhwahl, kann man da nur raten.

Zu spät kommt dieser Tipp für zwei Sportlerinnen, die im vergangenen Jahr auf einem Skibasar Schlittschuhe gekauft haben. Deshalb der Aufruf des Veranstalters vor der Neuauflage des Skibasars: "Achtung! Auf dem Skibasar 2018 wurden anstelle von einem Paar verstellbarer Schlittschuhe Größe 35 bis 40 zwei linke Schuhe gekauft. Wer zwei rechte Schuhe gekauft hat, bitte melden, vermittle dann den Austausch!" Wir drücken die Daumen für eine glückliche Zusammenführung von Yin und Yang.