Lenggries:Gleitschirmflieger bleibt in Bergbahn hängen

Ein Gleitschirmflieger ist am Wochenende mit seinem Schirm in den Seilen einer Gondel hängen geblieben - und hat sich mit einer gewagten Aktion selbst gerettet. Der 52-Jährige wurde nach Angaben der Bergwacht Lenggries durch einen Windstoß überrascht und flog in die Seile der Brauneckbahn. Er schaffte es dann aber, sich auf eine Gondel zu retten. Die Gondel fuhr langsam zur nächsten Stütze der Seilbahn, dort kamen ihm Bergretter zur Hilfe. Wie die Bergwacht mitteilt, war der Mann aus Wörthsee am späten Sonntagvormittag mit seinem Gleitschirm am Garland in nord-östliche Richtung gestartet. Dann habe ihn "ein unerwarteter Nordwind" in Richtung der Seile der Brauneckbahn getrieben. Etwa 60 Meter unterhalb der Bergstation habe sich sein Schirm in deren Tragseil verfangen. Die Kabinenbahn sei noch einige Sekunden in Betrieb gewesen, bis sie stehen blieb, so habe sich der Mann auf eine der Vier-Personen-Gondeln retten können, die gerade ins Tal fuhr. Drei Retter der Bergwacht Lenggries stiegen daraufhin die nächstgelegene Stütze hinauf, um dem 52-Jährigen zu helfen. Langsam wurde die Gondel mit dem darauf sitzenden Gleitschirmflieger bis zu der Stütze gefahren. "Von dort aus erfolgte eine 45-minütige Rettungsaktion", heißt es in einer Mitteilung der Bergwacht. "Der Mann wurde gesichert und die Leiter der Gondelstütze hinabbegleitet.

© SZ vom 14.07.2020 / sz - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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