Kloster Reutberg:250 000 Euro für Wallfahrtskirche

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Kloster Reutberg: Der Innenraum der Klosterkirche Mariä Verkündigung wird von Frühjahr 2023 an saniert. Dafür gibt es einen Zuschuss von 250 000 Euro aus dem Bundeshaushalt.

Der Innenraum der Klosterkirche Mariä Verkündigung wird von Frühjahr 2023 an saniert. Dafür gibt es einen Zuschuss von 250 000 Euro aus dem Bundeshaushalt.

(Foto: Manfred Neubauer)

Haushaltsauschuss des Bundestags billigt Geld für Renovierung am Reutberg.

Von Klaus Schieder, Sachsenkam

Seit mehr als einem Jahr läuft die Sanierung der Wallfahrtskirche Mariä Verkündigung, die zum Franziskanerinnen-Kloster Reutberg in Sachsenkam gehört. Nachdem die Arbeiten am Kirchturm und am Dachstuhl inzwischen abgeschlossen sind, soll nun im Frühjahr nächsten Jahres die Innenrenovierung beginnen. Für diesen dritten und letzten Bauabschnitt fließen 250 000 Euro Fördermittel aus dem "Denkmalpflege-Sonderprogramm XI". Dies hat der Haushaltsauschuss des Bundestages am Donnerstag beschlossen. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro.

Geplant wurde die Sanierung der bekannten Wallfahrtskirche bereits 2014, als die einzelnen Renovierungsarbeiten zusammengefasst und die Kosten erstmals geschätzt wurden. 2017 gab es weitere Untersuchungen im Inneren des Gotteshauses, damals wurde auch ein Gutachten zu den Schäden am Kirchturm und am Dachstuhl verfasst. 2019 bekam der schon pensionierte Baureferent des Erzbistums München-Freising, Hans-Jürgen Dennemarck, die Projektleitung übertragen. An den Gesamtkosten beteiligte sich die Erzdiözese mit 1,1 Millionen Euro. Weitere Finanzmittel kamen unter anderem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Bayerischen Landesstiftung, der Meitinger-Stiftung, dem Bezirk Oberbayern, der Gemeinde Sachsenkam, dem Förderverein "Freunde des Klosters Reutberg" und von privaten Spendern.

Anfang September hatte der Grünen-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis, Karl Bär, zusammen mit Sabine Weigand, Denkmalschutzexpertin der Grünen-Landtagsfraktion, das Kloster besucht. Beide trafen sich dort mit der Apostolischen Kommissarin, Schwester Benedicta Tschugg, dem Vorstand des Fördervereins und Denkmalschutzarchitekten. "Auf dem Reutberg läuft ein gutes und sinnvolles Denkmalschutzprojekt, das konsequent auf lokale Rohstoffe und Handwerksbetriebe setzt", erklärt Bär. Deshalb habe er sich im Haushaltsauschuss in Berlin für den Zuschussantrag eingesetzt. Schon im Juli war auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan zu Gast im Kloster. Der Reutberg, resümiert er, sei "schon ein einmaliger Ort" und durch die Verbindung von Kloster, Brauerei und Gasthof ein schönes Ausflugs- und Andachtsziel. "Es lohnt sich, in seine Erhaltung zu investieren und auch die etwa 400 Jahre alte Tradition der Klosterschwestern am Reutberg weiterzuführen", so Radwan.

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