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Installation und Wartung:Grüne fordern EDV-Hausmeister

Fraktion beantragt Stelle eines Systembetreuers für Kreisschulen

Die Kreis-Grünen lassen nicht locker: Mit Nachdruck fordern sie einen "digitalen Hausmeister", der sich um die EDV-Ausstattung an den Schulen des Landkreises kümmert. Er soll die Geräte warten, installieren und auch inventarisieren. Den Antrag auf eine entsprechende Stelle haben die Grünen für die Sitzung des Kreisausschusses eingereicht, der an diesem Montag, 13. Juli, 16 Uhr, im große Sitzungssaal des Landratsamtes tagt. Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung ist der Digitalpakt Schule. Demnach erhält der Landkreis aus dem Digitalbudget des Kulturministeriums insgesamt 581 301 Euro für das digitale Klassenzimmer und 175 942 Euro vom Budget für integrierte Fachunterrichtsräume an berufsqualifizierenden Schulen.

"Bis heute sind diese Mittel nicht an den Schulen angekommen", kritisiert Klaus Koch, stellvertretender Landrat und Fraktionschef der Grünen im Kreistag. Außerdem verweist er darauf, dass weitere rund 2,83 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen in den nächsten drei Jahren zur Verfügung stünden, zusätzlich gut 318 600 Euro für Geräte, die sich Schülerinnen und Schüler dann ausleihen könnten. "Es zeigt sich in erster Linie, dass es nicht an Mitteln, sondern an der Umsetzung mangelt."

Vor allem bedarf es nach Ansicht der Grünen eines Systembetreuers an den zehn Kreisschulen, vulgo eines digitalen Hausmeisters. Unklar ist noch immer, wer eine solche Stelle bezahlen soll - der Staat oder der Landkreis als Sachaufwandsträger. Die Grünen zeigen zwar Verständnis, wenn der Kreis sich nicht eine womöglich staatliche Aufgabe freiwillig aufladen möchte. Aber die Schulen hätten ein "sehr großes Problem", wie Koch erklärt. Sie hätten kein zusätzliches Personal oder auch Anrechnungsstunden, um die Hardware - also die neuen Computer - zu inventarisieren und zu warten. Wenn dies Geräte jedoch nicht gepflegt würden, könnten sie auch nicht bestmöglich eingesetzt werden.

Der digitale Hausmeister soll unter anderem für einfache Wartungsarbeiten zuständig sein, Whiteboards pflegen, bei einfachen Anwender-Problemen helfen, Geräte an den Support senden und auch einen Wiederbeschaffungsplan für künftige Kreishaushalte aufstellen. "Ohne die Schaffungs einer solchen dringend benötigten Stelle wird es dazu kommen, dass zwar genügend Geräte an den Schulen vorhanden sind, deren Einsatz aber oft nur eingeschränkt möglich ist", warnt Koch.

© SZ vom 13.07.2020 / sci

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