In Sachsenkam:Klosterkirche wird saniert

In Sachsenkam: So, nämlich ohne Baugerüst, wird man den Kirchturm des Klosters Reutberg länger nicht sehen. Denn die lange geplante Sanierung der Wallfahrtskirche "Mariä Verkündigung" hat begonnen.

So, nämlich ohne Baugerüst, wird man den Kirchturm des Klosters Reutberg länger nicht sehen. Denn die lange geplante Sanierung der Wallfahrtskirche "Mariä Verkündigung" hat begonnen.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Renovierung auf dem Reutberg kostet rund 3,5 Millionen Euro

Von Klaus Schieder, Sachsenkam

Am Kirchturm des Klosters Reutberg wird gerade das Gerüst aufgebaut: Damit beginnt die lange geplante Sanierung der Wallfahrtskirche "Mariä Verkündigung" des Klosters Reutberg. Die Kosten beziffert Schwester Benedicta Tschugg, apostolische Kommissarin für das Kloster Reutberg, auf rund 3,5 Millionen Euro. Für die Sanierung sind die Franziskanerinnen zuständig, allerdings bekommen die Schwestern auf ihren Antrag hin einen Zuschuss von 1,1 Millionen Euro vom Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising. Dafür sei man "sehr dankbar", sagt Schwester Benedicta.

Die Kirche auf dem Reutberg, die viele Gläubige aus der gesamten Region besuchen, ist fast einem Jahrzehnt renovierungsbedürftig. Wegen teilweise akuter Schäden musste schon 2012 und 2013 eine Notsicherung vorgenommen werden. 2014 wurden alle notwendigen Sanierungsarbeiten zusammengefasst und eine Kostenschätzung aufgestellt. Drei Jahre später gab es abermals Untersuchungen durch Sachverständige im Innenraum der Kirche, 2019 schließlich auch ein Gutachten zu den Schäden am Kirchturm und am Dachstuhl. Das Ergebnis war ernüchternd: Die Sanierung fällt umfangreicher aus als gedacht, der Kostenplan musste überarbeitet werden. Zugleich wurde die Baumaßnahme mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege neu abgestimmt. Nach der Außensanierung soll die Renovierung innen im Kirchturm und im Kirchendach im nächsten Jahr beginnen. "Für beide Bauabschnitte ist die Finanzierung gesichert", teilt Schwester Benedicta mit. Das "eigentliche Herzstück" der ganzen Maßnahme sei jedoch die Innenrenovierung des Gotteshauses. Den Beginn dieses dritten Bauschnitts planen die Schwestern auf dem Reutberg für das Jahr 2023. "Allerdings liegt hierbei noch eine deutliche Lücke in der Finanzierung vor", sagt die apostolische Kommissarin. Weitere Zuschussgeber seien angefragt - "und Spenden willkommen". Projektleiter der Sanierung ist Architekt Hans-Jürgen Dennemarck, der als ehemaliger Diözesanbaumeister des Erzbistums den Zustand der Klosterkirche seit den ersten Untersuchungen vor neun Jahren kennt.

Der Erhalt der Wallfahrtskirche liegt vor allem dem Verein der Freunde des Klosters Reutberg seit vielen Jahren am Herzen. "Die Unterstützung des Freundeskreises war eine wertvolle und unerlässliche Hilfe, die notwendige Summe der Eigenmitteln zu erreichen, um alle Maßnahmen zum Erhalt der Klosterkirche durchführen zu können", sagt Schwester Benedicta. Dafür seien die Franziskanerinnen diesen "Freunden und Wohltätern" ausgesprochen dankbar.

© SZ vom 30.04.2021
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