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In Bad Tölz:Stadtwald trotzt dem Klimawandel

Sturm und Schädlinge haben dem Tölzer Stadtwald im vergangenen Jahr zugesetzt, berichtete Stadtförster Florian Weber kürzlich im Hauptausschuss. Die großen Schadholzmengen hätten auch in der Region "erhebliche Auswirkungen" gehabt: Die Holzpreise seien europaweit auf ein "historisch niedriges Niveau" gesunken, weswegen der Holzeinschlag im Stadtwald aufs Nötigste beschränkt worden sei. Ab Sommer habe der Borkenkäfer dann vermehrt auch in Tölz zugeschlagen. Ende des Jahres sei, "auch aufgrund der positiven Signale am Holzmarkt", mit Frischholzeinschlag begonnen worden. Nur rund 53 000 Euro wurden 2020 im Stadtwald erzielt, im Vorjahr waren es 162 000 Euro. Allerdings waren auch die Kosten mit rund 3500 Euro sehr niedrig. Erfreulich seien neue Förderprogramme: So habe der Freistaat die Zuschüsse für die insektizidfreie Bekämpfung des Borkenkäfers stark angehoben. Eine schnelle Entfernung von Schadholz werde belohnt; im Stadtwald seien so knapp 500 Festmeter Fichtenholz "abgewickelt" und knapp 11 000 Euro Förderung erzielt worden. Auch der Bund habe eine Prämie für Waldeigentümer aufgelegt, die mit einer aktiven, nachhaltigen Bewirtschaftung dem Klimawandel trotzen und dies per unabhängige Zertifizierung dokumentieren können. Für den Stadtwald habe es eine Prämie von rund 31 000 Euro gegeben.

© SZ vom 07.05.2021 / schp
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