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Im Langen Haus:Gemeinsam Ideen auswildern

Stiftung Nantesbuch gestaltet Symposium zur Bildungsarbeit

Neue Ideen für die Bildungsarbeit sollen die Teilnehmer eines Symposiums entwickeln, zu dem die Stiftung Nantesbuch Anfang März einlädt. "Auswildern" ist das Vernetzungstreffen überschrieben, das Impulse aus Kunst und Natur für die Bildungsarbeit nutzen möchte. "Die Sensibilisierung für die großen Umweltthemen unserer Zeit spielt dabei genauso eine Rolle wie der schöpferisch-gestalterische Umgang mit ihnen", heißt es in der Einladung.

Auswildern bezeichnet üblicherweise den Prozess, kultivierte Pflanzen oder Tiere aus menschlicher Obhut in ein Leben in der freien Natur zu überführen. Beim Fachsymposium "Auswildern" sollen nicht Tiere und Pflanzen, sondern Ideen und Konzepte ausgewildert werden - also von der Theorie in die Praxis überführt oder auf ihre Überlebensfähigkeit in neuen oder veränderten Zusammenhängen überprüft werden. Fachkräfte aus Theorie und Praxis, die ihre Arbeit in der Bildung mit einem besonderen Bezug zu Kunst oder Natur verbinden, sind ins Lange Haus auf Gut Karpfsee eingeladen. "Es gilt, eigene Ansätze vorzustellen, darüber miteinander ins Gespräch zu kommen und sie in andere Kontexte zu verpflanzen." Dieser interdisziplinäre Austausch soll helfen, "voneinander zu lernen und neue gemeinsame Handlungsfelder zu erschließen".

Am Eröffnungsabend spricht die Publizistin Adrienne Goehler mit Dilan Aytac, Programmleiterin der "youBox" bei der Stiftung Bildung. In Workshops und Gesprächsrunden kommen in den folgenden Tagen unter anderem Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiß von der Bundesakademie Kulturelle Bildung, Marion Loewenfeld von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung Bayern und Karola Braun-Wanke vom Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin zu Wort.

Fachsymposium "Auswildern", 4. bis 6. März, Langes Haus, Karpfsee 12, Bad Heilbrunn, mehr Info unter stiftung-nantesbuch.de/auswildern

© SZ vom 20.02.2020 / sZ

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