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Icking:SPD empfiehlt ein "Ja"

Gemeinde soll nach dem Entscheid die Huberwiese ganz kaufen

Viel kommunalpolitische Prominenz anderer Gruppierungen ist zur außerordentlichen Versammlung der SPD in Icking erschienen - schließlich stand das große Streitthema im Ort auf der Tagesordnung: Wie soll es mit der Huberwiese weitergehen? Die SPD hat sich nun festgelegt: Sie empfiehlt ein "Ja" beim Bürgerentscheid am 10. Juli - das entspricht zunächst einem Nein zur Bebauung. Damit soll die Gemeinde jedoch Zeit gewinnen, um anschließend wieder mit den Eigentümern über einen Kauf der gesamten Fläche zu verhandeln.

Es war eine lebhafte Diskussion, berichtet Gerhard Jakobi für den Ortsverein. Letztlich beschlossen die Sozialdemokraten ihre Position bei zwei Gegenstimmen. Die Gemeinde müsse bei der Bebauung Ickings das Heft in der Hand behalten und dürfe sich nicht von einzelnen Grundstückseigentümern unter Druck setzen lasse, heißt es im Flugblatt der Partei. Icking stehe nicht unter Zugzwang, waren sich die meisten Mitglieder einig, über das Thema sollten alle Beteiligten weiter sorgfältig abwägen können. Das sei mit einem "Nein" beim Bürgerentscheid nicht möglich. Dann könnte der Eigentümer die Huberwiese womöglich bebauen, geplant sind Wohnungen. Die Gemeinde würde einen Teil selbst kaufen und sozial nutzen.

Die Frage der Bebauung soll nach dem Willen der SPD vorerst offen bleiben. Damit sei jedoch eine spätere Nutzung nicht ausgeschlossen. Was auf der Fläche geschieht, müsse sich aber am künftigen Bedarf orientieren - etwa für Bildung, Kultur oder andere soziale Aufgaben. Dazu soll die Gemeinde die ganzen 10 000 Quadratmeter in ihren Besitz bringen, was der Eigentümer bislang ausgeschlossen hat. Dann müsse eben alles so bleiben, wie es ist, fordert die SPD.

© SZ vom 23.06.2016 / dac
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