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Grillen im Naturschutzgebiet:43-Jähriger greift Polizisten an

Am Osterwochenende hatte die Polizei allerhand zu tun, um die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen durchzusetzen. Beamten der Polizeiinspektion aus Wolfratshausen wurden am Sonntagnachmittag gegen 14.45 Uhr verständigt, dass vier Personen im Naturschutzgebiet an der Isar grillen würden. Ferner würden sie ihren Müll in die Landschaft werfen.

Auf die Bitten des Mitteilers, dies doch zu unterlassen, so heißt es im Polizeibericht, seien die vier derart aggressiv, sodass der Mitteiler flüchten musste und eben die Polizei verständigte. Eine Streife machte sich auf den Weg und traf die beschriebenen Personen im Naturschutzgebiet an. Ein 43-jähriger Deutscher wollte sich nicht von den Polizisten kontrollieren lassen, nahm einen mehr als faustgroßen Stein in die Hand und wollte ihn auf die Beamten werfen. Seine Ehefrau und ein Freund konnten ihn jedoch davon abhalten. Laut Bericht seien ihm und einem weiteren Mann die Flucht letztlich gelungen. Mehrere Streifen konnten den Flüchtigen bei der Grundschule in Waldram stellen. Doch wehrte sich der stark angetrunkene Mann massiv gegen die Festnahme. Die Beamten mussten letztlich Pfefferspray und Schlagstock einsetzen.

Den 43-Jährigen, der zur Polizeiinspektion Wolfratshausen gebracht wurde, erwartet nun ein Strafverfahren wegen Widerstand und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, versuchte gefährliche Körperverletzung und Beleidigung. Gegen einen 36 Jahre alten Mann wurde Strafanzeige wegen Beleidigung erstellt. Zudem wird gegen die Feiernden wegen Verstößen nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz ermittelt.

© SZ vom 06.04.2021 / SZ
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