Geretsrieder Politik:Pride Week "light"

Statt Zebrastreifen sollen Geretsrieder Gehwege bunt werden

Die Pride Week ersetzt den bundesweiten Christopher Street Day, der dieses Jahr coronabedingt nicht stattfinden kann. Auch Geretsried wird vom 3. bis 11. Juli ein Zeichen setzen gegen Ausgrenzung, Mobbing und für Diversität. Mit breiter Mehrheit stimmte der Stadtrat dem Antrag von Felix Leipold (FW) und Peter Curtius (Grüne) zu. Geretsried darf bunt sein, aber ja nicht überall: Einen regenbogenfarbenen Zebrastreifen, um die queere Community zu repräsentieren, darf es nicht geben. Weil Bürgermeister Michael Müller (CSU) die Schutzfunktion des Überwegs gefährdet sieht, beteiligt sich die Stadt nur in einer Art Light-Version, indem sie statt Zebrastreifen ausgewählte Gehwege mit abwaschbaren Farben bemalen lässt. "An Verkehrszeichen hat man nicht herumzumalen", erklärte Müller. "Es ist verkehrswidrig und wir sind sofort in der Haftung, wenn etwas passiert." Schulreferentin Heidi Dodenhöft (FW) regte erfolgreich an, die Schulen begleitend mit Informationsmaterial zu versorgen, um für mehr Aufklärung zu werben. "Es hat sich viel geändert, gleichgeschlechtliche Eltern gehören zur Alltagsrealität", sagte sie.

© SZ vom 21.05.2021 / shau
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB