Geretsrieder Geschichte  Bernd Walter führt zu Bunkern im Wald

Kaum jemand dürfte sich so gut in der Geretsrieder Unterwelt auskennen, wie Martin Walter es tat. Als eines der engagiertesten Mitglieder des Arbeitskreises Historisches Geretsried hatte Walter die Führungen "Bunker im Wald" etabliert, in denen er die Geschichte der Rüstungsbetriebe anschaulich machte, welche die Nazis einst im Forst errichtet hatten. Martin Walter ist voriges Jahr gestorben. Nun setzt sein Sohn Bernd die Reihe fort. Am Samstag, 6. April, nimmt er Interessenten mit auf den Weg zu "geheimnisvollen Gängen" unter den Straßen in Geretsried-Süd. Er verspricht "spannende Einblicke und Hintergründe". Die Gänge sind allerdings zur Sicherheit nur oberirdisch zu betreten. Anhand von Gebäuden und Ruinen, so Walter, werde er das Werk der Deutschen Sprengchemie und die Betriebsabläufe erklären. Walter, 54, war IT-Manager und studiert jetzt Psychologie. Er sei 30 Jahre "in der Weltgeschichte unterwegs" gewesen, jetzt wende er sich wieder der Heimat zu. Treffpunkt um 13 Uhr ist an der Sudetenstraße 68 (Dauer drei Stunden, festes Schuhwerk empfohlen).