Geretsried Walter Büttner ist tot

Um ein deutliches politisches Wort war Walter Büttner nie verlegen. Seine Partei nennt ihn ein sozialdemokratisches Urgestein. Er starb mit 73 Jahren.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Der Geretsrieder SPD-Politiker ist im Alter von 73 Jahren einer schweren Krankheit erlegen.

"Es ist für uns alle ein Riesenverlust", sagt der Geretsrieder SPD-Sprecher Wolfgang Werner: Walter Büttner ist am Dienstag im Alter von 73 Jahren gestorben. Der pensionierte Gymnasiallehrer und verheiratete Vater dreier erwachsener Kinder erlag einer schweren Krankheit, und dennoch kam sein Tod für viele unerwartet.

Büttner gilt, wie Werner sagt, als "Urgestein der SPD". Er war fünf Jahrzehnte lang kommunalpolitisch aktiv, war mehrmals - und seit der Wahl 2014 wieder - im Stadtrat, hatte in früheren Zeiten das Amt des Dritten Bürgermeisters inne. Auch als Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft engagierte er sich. "An der letzten Stadtratssitzung hat er noch teilgenommen", sagt Werner, "für uns kam sein Tod überraschend". Zwar habe man Büttner seine Krankheit angesehen, aber er habe sich auch immer wieder aufgerappelt. Werner sagt, Büttner sei ein Vorbild für viele gewesen, und für ihn selbst "kommunalpolitisch mein Ziehvater".

Als Büttner sich 2009 aus dem Stadtrat verabschiedet hatte, stellte die Stadt Geretsried ihn bei ihrem Jahresabschluss in den Mittelpunkt. Er war sichtlich ergriffen, als die damalige Bürgermeisterin Cornelia Irmer dem "Vollblutpolitiker" für sein Engagement den Ehrenring der Stadt überreichte. "Ich wünsche mir", sagte Irmer damals, "dass viele junge Menschen dich als Vorbild nehmen. Dann muss uns um unsere Stadt nicht bange sein." Sein Freund und politischer Weggefährte Edgar Boxberger sprach seinerzeit die Laudatio, würdigte den "Meinungsbildner", "Bahnbrecher" und "Vorbereiter". Büttner mache keine halben Sachen, er sei ein Kümmerer, der sich der Sorgen der Bürger annehme - der "John Wayne der Geretsrieder Kommunalpolitik".