Geretsried Große Chancen für die Innenstadt

Städtebaulich wäre es sinnvoll, den Geretsrieder Karl-Lederer-Platz als Ganzes zu betrachten, findet Architekt Klaus Kehrbaum.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Die Bebauung am Karl-Lederer-Platz könnte sich gut entwickeln

Von Felicitas Amler, Geretsried

Es könnte sich alles perfekt entwickeln am Karl-Lederer-Platz in Geretsried, wenn alle Eigentümer mitspielten - was nicht sicher ist. Mit der anstehenden Veränderung habe die Stadt "eine Bombenchance", sagte Dominik Irmer (FW) am Dienstag im Entwicklungs- und Planungsausschuss des Stadtrats. In Zeiten, da andernorts die Innenstädte ausbluten, sieht er Geretsried auf gutem Weg.

Der Ausschuss stimmte nun auch einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan für den Karl-Lederer-Platz 20 zu, den die unter "Projekt KLP" firmierenden Eigentümer umgestalten wollen. Sie haben sich bereits mit der Krämmel KG abgestimmt, der die benachbarten Gebäude gehören. Lediglich die im rechten Winkel angrenzenden Häuser sind noch nicht in die Gesamtplanung mit einbezogen. Es handle sich dort um eine Eigentümergemeinschaft mit 13 Parteien, sagte Architekt Klaus Kehrbaum. Er hofft, dass es der Stadtverwaltung in neuerlichen Gesprächen gelingt, auch diese mit ins Boot zu holen. "Es wäre städtebaulich absolut sinnvoll, das als Ganzes zu betrachten", sagte Kehrbaum.

"Projekt KLP" will, genauso wie Krämmel, seine Gebäude so strukturieren, dass im Untergeschoss Parkplätze entstehen, im Erdgeschoss Einzelhandel angesiedelt wird, im ersten Obergeschoss Dienstleistung und darüber Wohnungen. Geplant sind sechs - statt bisher vier - Geschosse. Kehrbaum, der von allen Beteiligten mit der Planung beauftragt ist, bezeichnete es als "zwingend notwendig", die beiden Bebauungspläne miteinander abzugleichen. Die Vertreter von Projekt KLP und Krämmel hatten nach Kehrbaums Worten ein zweistündiges Gespräch über Höhenangleichung, den Verzicht auf Balkone zum Platz hin und anderes. Der Architekt betonte aber: "Die Stadt hat den Hut auf."

Franz Wirtensohn (CSU) wandte ein, man dürfe keine Duplex-Garagen zulassen, weil man aus Erfahrung wisse, dass sie nicht benutzt würden. Umso mehr, als heutzutage so viele einen Jeep oder Van führen. Kehrbaum sagte, auch die Frage des unterirdischen Parkens sei zwischen den Eigentümern intensiv diskutiert worden. Zu Wirtensohn sagte er: "Ich verstehe Sie gut. Aber das obliegt allein dem Investor." Der CSU-Stadtrat betonte darauf hin, er sei ja "absolut dafür, dass der Platz entwickelt werde.