Dietramszeller Politik:Abriss oder Umnutzung

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Dietramszeller Politik: Das marode Ascholdinger Hallenbad ist seit vergangenem Sommer geschlossen. Über die Zukunft des Gebäudes muss nun entschieden werden.

Das marode Ascholdinger Hallenbad ist seit vergangenem Sommer geschlossen. Über die Zukunft des Gebäudes muss nun entschieden werden.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Arbeitsgemeinschaft befasst sich mit Ascholdinger Hallenbad

Von Petra Schneider, Dietramszell

Das Ascholdinger Hallenbad ist seit den Sommerferien geschlossen. Ob es abgerissen oder anders genutzt werden soll, ist noch offen. Der Gemeinderat hat am Dienstag beschlossen, dass die "Arbeitsgemeinschaft (Arge) Baukultur" diese Frage klären soll. Die Arge, die sich im vergangenen Jahr gegründet hat, ist ein Zusammenschluss örtlicher Architekten, Handwerker und Bürger unter Federführung der beiden Gemeinderäte Ludwig Gröbmaier (CSU) und Jakob Pertold (BLD). Die etwa 20 Mitglieder beschäftigen sich auf vielen Ebenen mit der Frage, wie sich Dietramszell zukünftig entwickeln soll. Auch Ascholdinger Bürgerinnen und Bürger, die nicht Mitglied in der Arge sind, könnten sich beim Thema Hallenbad einbringen, betont der stellvertretende Bürgermeister Anton Huber (BLD). Aus seiner Sicht wäre es "baulich eine Herausforderung, aus dem Bad etwas anderes zu machen", denn das 50 Jahre alte Gebäude sei in keinem guten Zustand. Die Statik sei zwar 2018 begutachtet und nachgebessert worden. Trotzdem: "Es besteht die Möglichkeit, dass ein Abriss billiger ist als eine Sanierung", sagt Huber. Diese Frage soll nun die Arge klären und Ideen entwickeln. Einige gibt es laut Huber es bereits, über die am Dienstag im Gemeinderat aber nicht gesprochen wurde. Dem Vernehmen nach könnte sich der Kulturverein Dietramszell eine Nachnutzung vorstellen. Auch die Vorschläge der Wiener Architekturstudenten, die im Rahmen des Projekts "Baukulturregion Alpenvorland" im Juli präsentiert wurden, sollen von der Arge geprüft werden. Dazu gehörte etwa die Idee, das alte Hallenbad zu einem Kino umzubauen. Im Fall einer Nutzungsänderung müssen nach Angaben der Verwaltung ein Bauantrag beim Landratsamt gestellt, eventuell Brandschutz und Statik überprüft und die Versammlungsstättenordnung beachtet werden.

Eigentlich war die Gemeinde davon ausgegangen, dass die DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen das Bad pachtet und solange weiterbetreibt, bis das neue Lehrschwimmbecken in der Hammerschmiedschule in Wolfratshausen fertig ist, also voraussichtlich bis 2024. Im Dezember hat die DLRG der Gemeinde jedoch eine Absage erteilt, weil eine temporäre Weiternutzung nicht wirtschaftlich sei. Nun muss für das Ascholdinger Hallenbad schneller eine Lösung gefunden werden.

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