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Corona im Landkreis:Der Weg zur Impfung beim Hausarzt

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Das Impfen hat nun auch bei den Hausärzten begonnen. Insgesamt werden in der ersten Woche 1000 Dosen auf die teilnehmenden Praxen verteilt. Jörg Lohse in Münsing hat beispielsweise 30 Dosen erhalten. "Das wird in den nächsten Wochen hoffentlich mehr", sagt er "Ich schätze, dass Ende April schon bis zu 4000 Dosen im Landkreis verteilt werden können." Lohse überblickt als ärztlicher Koordinator den hiesigen Impfprozess. Doch nicht nur bei der Verteilung komme es noch zu Problemen. Bei der Koordination der Patienten "hakt es hinten und vorne". Die meisten gingen davon aus, dass die Registrierung bei den Impfzentren auch dem Hausarzt vorliege. Dies sei nicht der Fall. "Der Patient muss sich proaktiv bei seinem Arzt melden und sich auf die Liste setzen lassen." Nur chronisch kranke Patienten, die unter Beobachtung des Arztes stehen, würden von der Praxis kontaktiert. Nach der Impfung sei es wichtig, dass der Patient seinen Account beim Impfzentrum löscht, da das Zentrum das nicht könne und der Arzt Daten nicht weitergeben dürfe. Lohse befürchtet: "Viele werden ihren Account nicht löschen und eine Einladung zum Impfen bekommen, obwohl sie bereits geimpft sind."

© SZ vom 09.04.2021 / tfp
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