Bad Tölz/Jüterbog Hoch hinaus

Isarwinkler Drachenflieger beweisen sich in Jüterbog

Sie trainieren im Isarwinkel, können sich aber auch im Flachland behaupten: Richard Liebig aus Lenggries und Markus Hanfstängl, beide Mitglieder des Drachenfliegerclubs Isarwinkel, haben erfolgreich an den Flachland-Meisterschaften im Drachenfliegen bei Jüterbog teilgenommen. Von dem ehemaligen, etwa 60 Kilometer südlich von Berlin gelegenen Militärflughafen aus ging es im lautlosen Flug über sandige Böden, riesige Felder und lichte Kiefernwälder.

Die Meisterschaft war für eine Woche angesetzt worden. Tatsächlich konnten witterungsbedingt aber nur zwei Wertungsflüge stattfinden. "An den übrigen Tagen blies der Wind zu heftig", berichtet Hanfstängl, der seine Liebe zum Drachenfliegen vor mehr als 30 Jahren entdeckt hat. Die Aufgabe, die er und seine Mitstreiter zu bewältigen hatten: Zwei Zielflüge über eine Distanz von 95 Kilometer, die so schnell wie möglich nur mit Sonnenkraft, sprich Thermik, absolviert werden mussten. Einmal ging es Richtung Osten bis kurz vor die polnische Grenze nach Cottbus, der zweite Flug führte über einen Wendepunkt bei Belzig bis fast nach Brandenburg.

Der 52-jährige Lenggrieser Liebig erflog sich bei den "Flexiblen Hängegleitern" den dritten Platz. Hanfstängl sicherte sich in seiner Klasse - den sogenannten "Starrflüglern" - ebenfalls einen dritten Platz.

Damit ist für die Drachenflieger aus dem Isarwinkel die diesjährige Wettbewerbs-Saison beendet. Für große Strecken ins Karwendel und weiter bis nach Südtirol werden sie sich bis zum nächsten Frühjahr gedulden müssen.