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Bad Tölz-Wolfratshausen:Weniger Verunglückte

Trotz verhältnismäßig vieler Unfälle im Juni sinkt die Zahl der Verletzten

Nach einer vorläufigen Erhebung der Polizei ereigneten sich im Juni 2020 auf Bayerns Straßen deutlich weniger Unfälle als noch im selben Monat des Vorjahres. Insgesamt 28 400 Unfälle wurden landesweit gezählt, 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, reduzierten sich auf Bayerns Straßen in diesem Monat gar um 24,5 Prozent. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen schert allerdings aus dem allgemeinen Trend aus: Hier stiegen die Unfallzahlen im Vergleich zu den Vorjahreszahlen leicht an.

Wie das Bayerische Landesamts für Statistik mitteilt, ereigneten sich im Juni dieses Jahres zwischen Icking und Lenggries 76 Unfälle , bei denen sich 84 Personen verletzten. Zwei Menschen kamen ums Leben, 18 erlitten schwere Verletzungen. Im Juni 2019 waren es nur 67 Unfälle, bei denen 80 Personen beteiligt waren, ein Mensch starb und 19 zogen sich schwere Verletzungen zu. Nur die Unfälle unter Drogeneinfluss verringerten sich klar: Zählte die Polizei im Juni 2019 noch sechs im Landkreis, waren es im Vergleichsmonat 2020 nur zwei.

Für das gesamte erste Halbjahr 2020 wiederum zählt die Statistik bayernweit 19 928 Unfälle mit 24 914 Beteiligten auf, sowie 4382 Schwerverletzte und 215 Tote. 774 dieser Unfälle stehen laut Polizei in Zusammenhang mit Rauschmitteln. Auch hier zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang - zumindest bei den Unfälle an sich: Zwischen Januar und Juni 2019 krachte es landesweit 23 975 Mal. Allerdings gab es mit 31 639 dabei mehr Verletzte und auch mehr Schwerverletzte (5195) und Tote (241). 983 der Unfälle führte die Polizei auf Drogenmissbrauch zurück.

Betrachtet man die Unfallzahlen im Landkreis über das gesamte erste Halbjahr hinweg, zeigt sich allerdings ebenfalls eine rückläufige Tendenz, auch wenn die Gesamtzahl der Unfälle heuer mit 250 exakt gleich gegenüber dem Vorjahreszeitraum bleibt. Im ersten Halbjahr 2020 kamen jedoch mit 300 Personen etwas weniger zu Schaden als noch 2019, als es 352 waren. 61 erlitten heuer schwere Verletzungen, sechs starben. Im Vorjahr zählte die Polizei 79 Schwerverletzte und fünf Menschen starben. Leicht zugenommen haben zudem die Unfallfahrten unter Drogeneinfluss: Hier stieg die Zahl von elf im ersten Halbjahr 2019 auf 13 im selben Zeitraum dieses Jahres.

© SZ vom 12.08.2020 / cjk

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