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Bad Tölz-Wolfratshausen:Hilfe für Eltern

Landkreis erwägt Einrichtung von Familienstützpunkten

Kinder nach ihren Fähigkeiten und Neigungen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu erziehen, das ist die Aufgabe sogenannter Familienstützpunkte. Dahinter stehen in erster Linie Fachkräfte, die Eltern und andere Personen mit Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen sollen. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen möchte solche Stützpunkte als weitere Ergänzung zu seinem Präventionsangebot nun schaffen. Der Kreisausschuss sprach sich am Montag einstimmig für das Projekts aus. In einer ersten Phase soll eine Bestandsaufnahme nun zeigen, was im Landkreis überhaupt in diesem Bereich gebraucht wird.

Diese erste Phase wird ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 48 400 Euro, die komplett vom Freistaat übernommen werden. Sollte danach der Kreistag eine Fortsetzung für sinnvoll erachten, belaufen sich die jährlichen Kosten auf 55 000 Euro. Allerdings kann sich diese Summe erhöhen - abhängig davon, wie viele Familienstützpunkte eingerichtet werden. Möglich sind in jedem der vier Sozialräume, in die der Landkreis aufgeteilt ist, einer. Die Kosten für einen Stützpunkt belaufen sich auf 18 700 Euro.

Alle Fraktionen sprachen sich dafür aus, zumindest die Bestandsaufnahme auf den Weg zu bringen. Klaus Koch (Grüne) und Martin Bachhuber (CSU) warben darum, das Angebot zu prüfen. "Man sollte immer drauf schauen, ob es den Mehrwert bringt, den man sich wünscht", sagte Koch. Es gebe bereits sehr viele Angebote im Bereich Jugendarbeit, betonte Bachhuber. Sollte es Synergieeffekte geben, dürften die Familienstützpunkte nicht zum Selbstläufer werden, nur weil der Freistaat mit Zuschüssen locke.

© SZ vom 22.09.2020 / veca

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