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Auszeichnung:"Wertschätzung und Würdigung"

Wann die neuen Kunstpreisträger des Landkreises ihre Auszeichnung entgegennehmen dürfen, steht derzeit noch in den Sternen. Freuen sollen sie sich trotzdem schon einmal. Das hat der Ausschuss für soziale und kulturelle Angelegenheiten in seiner Oktober-Sitzung beschlossen. Der Kunstförderpreis geht heuer an Antonia Leitner aus Reichersbeuern, der Kunstpreis an Matthias Kiefersauer aus Wolfratshausen und der Kulturehrenbrief an Friedrich Ani, der in Kochel am See geboren wurde. Das Gremium sei zu dem Schluss gekommen, "trotz der momentanen Ausnahmesituation, als Zeichen der Wertschätzung und Würdigung der Kunst- und Kulturschaffenden, die Vergabe der Preise vorzunehmen", heißt es in einer Presseerklärung. Die Übergabe soll erfolgen, sobald es die Pandemie-Regeln zulassen.

Im Rahmen der Kulturförderung vergibt der Landkreis in zweijährigem Turnus seinen Kunstpreis, der drei unterschiedlich ausgerichtete Preise beinhaltet. Der Kunstförderpreis dient, wie der Name schon sagt, der Förderung junger talentierter Künstlerinnen und Künstler, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und "deutliche Ansätze zu einer weiteren positiven Entwicklung erkennen lassen", wie es in den Richtlinien heißt. Die Dotierung des Preises wird jeweils bei der Vergabe festgelegt. Mit dem Kunstpreis sollen Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet werden, "die in ihrer Entwicklung bereits auf Geleistetes verweisen können und mit ihrem künstlerischen Schaffen überregionale Bedeutung erlangen können". Mit dem Kulturehrenbrief wird das Lebenswerk eines Künstlers oder einer Künstlerin gewürdigt. Der Preis wird in Form einer Urkunde und ohne Dotierung vergeben.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren 2018: Marc Kaufmann (Geretsried), Barbara Hölzl (Wackersberg) und Rita Kapfhammer (Bad Heilbrunn) sowie Erwin Wiegerling (Benediktbeuern); 2016: die Band MAX (Geretsried), Sabrina Hohmann (Wackersberg) und Albert von Schirnding (Egling); 2014: die Gruppe Tromposaund (Münsing), Otto Süßbauer (Mooseurach) und Ruth Kohler (Münsing); 2012: Thomas Stimmel (Icking), Hans Reiser (Reichersbeuern) und Hans Kastler (Eurasburg); 2010: Andreas Haberl (Icking), Anton Bocksberger (Lenggries) und Sigrid Heuck (Dietramszell); 2008: Sophia Herbig (Icking) und Gerhard Schmid-Gaden (Benediktbeuern); 2006: Philipp Amelung (Icking) und Josef Zilch (Egling); 2004: Maximilian Fliessbach (Bichl) und Vicco von Bülow (Münsing); 2002: Leonhard Westermayr jun. (Lenggries) und Klaus Doldinger (Icking).

© SZ vom 12.12.2020 / Stsw
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