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Antrag im Kreistag:Fit bleiben als Gesundheitsregion

Ausschussgemeinschaften fordern Teilnahme an Förderprogramm

Die Gesundheitsversorgung im Landkreis zu sichern, darauf zielt ein Antrag ab, den die Ausschussgemeinschaften von SPD/Linke und Ödp/FDP/FUW/Bayernpartei in den Kreistag eingebracht haben. Sie möchten, dass der Landkreis am Förderprogramm "Gesundheitsregion plus" teilnimmt. Der Freistaat Bayern stellt Fördermittel von bis zu 50 000 Euro pro Jahr bereit, um die Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich den sich verändernden Erfordernissen anzupassen.

Filiz Cetin (SPD) und Monika Achermann-Weinert (Ödp) haben den Antrag im August für die Ausschussgemeinschaften eingereicht. Sie möchten, dass der Landkreis ebenso von dem Landesprojekt profitiert wie andere Regionen. 62 Kreise und kreisfreie Städte wurden bereits aufgenommen, darunter Garmisch-Partenkirchen und Landsberg am Lech. Vor etwa zehn Jahren wurde das Förderprogramm ins Leben gerufen. Im Fokus steht die ländliche Gesundheitsversorgung, die mit maßgeschneiderten Konzepten fit für die Zukunft gemacht werden soll. Dieses Modell sei nachhaltig, da es das regionale Wissen um die Situation im Gesundheitswesen mit einbeziehe und auf den Erfahrungen aufbauend optimiert werden könne, heißt es im Antrag.

"Die Corona-Pandemie hat noch einmal mehr deutlich gemacht, dass eine gut vernetzte und für alle Einwohner leicht zugängliche Gesundheitsversorgung zum Fundament unserer Gesellschaft gehört", sagt Achermann-Weinert. Cetin ergänzt, dass die Herausforderungen im Gesundheitswesen alle Mitbürger betreffen würden. "Die Gesundheitsregionen bieten die Chance, vernetzt und nachhaltig das Wissen und die Handlungsmöglichkeiten zu ertüchtigen."

Der Antrag wird in der Sitzung des Kreisausschusses am Montag, 21. September, behandelt. Beginn ist um 14 Uhr im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen.

© SZ vom 16.09.2020 / Veca

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