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Wahlparty im Amerikahaus:Zittern mit Obama

Hot Dogs, Pappkandidaten und alte Popklassiker: Im Amerikahaus feiern Münchner und Amerikaner zusammen Wahlparty. Die Obama-Anhänger sind klar in der Überzahl, am Ende können sie aufatmen. Dabei hat der Abend mit einer Panne begonnen.

Beate Wild

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Amerikahaus Wahlparty

Quelle: Robert Haas

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Hot Dogs, Pappkandidaten und alte Popklassiker: Im Amerikahaus feiern Münchner und Amerikaner zusammen Wahlparty. Die Obama-Anhänger sind klar in der Überzahl, am Ende können sie aufatmen. Dabei beginnt der Abend mit einer Panne.

Es ist gerade erst 22.30 Uhr und im Amerikahaus sind schon alle Obama-Sticker vergriffen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte das Münchner Amerikahaus zur US-Wahlparty geladen - und Hunderte kamen zum Karolinenplatz, um mitzuverfolgen, wer die Wahl in den USA gewinnt.

Amerikahaus München

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Vor dem Haus am Karolinenplatz bildet sich schon um 20 Uhr eine Schlange. USA-begeisterte Münchner und in München lebende Amerikaner warten auf den Einlass. Das altehrwürdige Haus der kulturellen Begegnung füllt sich aber nur langsam, die Sicherheitsvorkehrungen am Eingang sind fast so streng wie am Flughafen.

Amerikahaus München US-Wahlparty

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Drinnen verfolgen die Gäste über große Leinwände und Fernseher die Abstimmung. Bei manchen Ergebnissen gibt es ungläubiges Raunen, manchmal gar entsetzte Schreie.

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Auch Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, ist gekommen und gibt bei der inoffiziellen Wahl im Amerikahaus ihre Stimme ab.

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Die Obama-Anhänger sind im Münchner Amerikahaus ganz klar in der Überzahl. Das sieht man auch an den beiden Pappfiguren der Kandidaten, die im Foyer stehen. Während sich um Obama ganze Cliquen für Gruppenfotos scharen, steht Romney an diesem Abend ziemlich alleine daneben.

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"Ich liebe das Amerikahaus", schwärmt Margaretha Böger. Die Münchnerin ist begeisterter Amerika-Fan und verbringt jedes Jahr ihren Urlaub in den Vereinigten Staaten. "Ich bin für Obama, ganz klar", sagt Böger. Auch wenn viele ihrer amerikanischen Freunde Mitt Romney bevorzugten.

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Auch US-Generalkonsul Bill Moeller ist bei der Party im Amerikahaus natürlich dabei. Bestens gelaunt lässt er sich zwischen den beiden Pappkanidaten fotografieren. "Auch wenn Romney die Wahl gewinnt, geht die Welt nicht unter", erklärt er - und warnt die Deutschen zunächst davor, Obama schon zu früh als klaren Sieger zu sehen.

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Moeller ist erst seit September 2012 Generalkonsul in München. Er hat eine äußerst interessante Biographie, hat schon im Weißen Haus und beim US-Nachrichtendienst gearbeitet, war in Afghanistan. Sieger Obama kennt er persönlich - aus seiner Zeit im Weißen Haus. Über den alten und neuen Präsidenten sagt er: "Obama ist im echten Leben genau so , wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Er ist immer gut gelaunt, immer freundlich."

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Während drinnen die Gäste auf das Wahlergebnis warten, hält die Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" draußen vor dem Amerikahaus eine Mahnwache ab. "Die Todesstrafe ist kein Zeichen von Zivilisation. Mr. Präsident, schaffen Sie sie ab!", steht auf dem Plakat.

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Im Amerikahaus verbreiten derweil die Freiheitsstatue und ihr Begleiter in den Farben der amerikanischen Nationalflagge gute Laune.

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Für Speis und Trank ist auch gesorgt. Es gibt typisch amerikanische Spezialitäten: Hot Dogs, Chicken Wings und Nachos.

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Im Foyer des Amerikahaus heizte eine Band die Stimmung mit alten Pop-Klassikern an: "Knocking on heavens door", "I believe I can fly" und andere Hits. Doch zunächst ist noch keinem zum Feiern oder gar Tanzen zumute.

Amerikahaus München US-Wahlparty

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Dorothea Böhm ist dennoch ganz hingerissen von der Wahlparty im Amerikahaus: "Eine wunderbare Atmosphäre", schwärmt sie. "Es ist schön mit Gleichgesinnten auf die Ergebnisse zu warten". Mit Gleichgesinnten meint sie die Obama-Fans - was an den Buttons auf ihrer Jacke kaum zu übersehen ist. Doch dieses Mal sei es anders als vor vier Jahren, sagt sie: "Beim letzten Mal haben wir für Obama gebrannt, heute zittern wir mit ihm." Am Ende können sie und die anderen Anhänger des Präsidenten im Amerikahaus aufatmen. Barack Obama fährt einen komfortablen Sieg ein.

© Süddeutsche.de/afis

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