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Tierpark Hellabrunn:Elefanten-Oma erleidet Schwächeanfall

Alarm im Tierpark Hellabrunn: Eigentlich wollte sich Elefantendame Tina nur zu einem Mittagsschlaf hinlegen. Doch dann konnte sie plötzlich nicht mehr aufstehen. Die Feuerwehr musste das 53 Jahre alte Tier mit einem Kran aufrichten. Es ist nicht das erste Mal, dass die Elefantin ihren Pflegern Sorgen macht.

Eine Elefanten-Oma hat am Freitag im Münchner Tierpark Hellabrunn einen Schwächeanfall erlitten und musste von der Feuerwehr mit einem Kran wieder auf die Füße gestellt werden. Die Elefantin Tina gehöre mit 53 Jahren zu den ältesten Tieren ihrer Gattung in Europa, teilte der Tierpark mit.

Schwächeanfall von Elefanten-Oma

Schwächeanfall von Elefanten-Oma Tina: Das Tier musste mit einem Kran aufgerichtet werden.

(Foto: dpa)

Die Elefantenkuh habe sich zu einem Mittagsschlaf auf einen feuchten Sandhügel in ihrer Außenanlage hingelegt und sei dann nicht mehr hochgekommen. Elefantenpfleger und Tierärzte schafften es nicht, das 3,4 Tonnen schwere Tier mit Menschenkraft aufzurichten, die Feuerwehr musste als Nothelfer her.

Bis zu deren Eintreffen wurde Tina mit Wasser gekühlt, sie bekam auch mehrere Infusionen und Notfallmedikamente. "Ähnlich wie bei alten Pferden, die lange liegen, kann es auch bei alten Elefanten dann zum Herzstillstand kommen", erläuterte Tierpark-Sprecherin Christiane Reiß die Vorsorgemaßnahmen.

Allerdings sei es nicht leicht gewesen, die Schlaufen des Krans unter Tina durchzuziehen. Dafür habe das schwere Tier immer ein bisschen am Boden umgelagert werden müssen. Schließlich hatte die Gemeinschaftsaktion aber Erfolg. "Wir sind sehr erleichtert, dass es geklappt hat", sagte Reiß. "Bei den Menschen reichen Rollatoren und Gehhilfen, das funktioniert bei solch einem großen Tier natürlich nicht mehr", erklärte Zoodirektor Andreas Knieriem. "Dank der großartigen Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und des Hellabrunner Teams konnten wir dieses Mal der greisen Elefantendame helfen."

Tina baut nach Angaben des Tierparks seit einem Jahr immer mehr ab, obwohl sie bereits Spezialfutter, Aufbaupräparate und Medikamente bekommt. Bereits Ende Februar hatte sie Kreislaufprobleme und Schwierigkeiten beim Aufstehen, damals konnte sie noch von den Tierpflegern allein aufgerichtet werden. "Tina ist eine sehr alte Elefantendame", sagte Knieriem. "Wir tun alles, um ihr ein würdiges, lebenswertes Altern zu ermöglichen."

© Süddeutsche.de/dpa/tob

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