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"Working and Living House":Roter Riegel

Der "rote Magnet", Gewerbebau im Gewerbegebiet Gilching Süd

Schon von weitem sticht das "Working & Living House" im Gewerbegebiet Gilching Süd mit seiner roten Fassade ins Auge. Nun ist es erweitert worden.

(Foto: deltapro GmbH)

Das auffällige Gebäude im Gewerbegebiet Gilching-Süd ist erweitert worden. Nun sind etwa 180 Menschen in dem Haus beschäftigt, das die Symbiose von Arbeiten und Leben ermöglichen soll

Von Otto Fritscher, Gilching

Dieses kantige, nahezu kubische Gebäude ist eindeutig der Hingucker, wenn man am Gewerbegebiet Gilching-Süd vorbeifährt: das "Working & Living House", wie der Bauherr, die Deltapro Immobilien GmbH, den feuerroten Riegel an der Dornierstraße getauft hat. Jetzt hat dieser Ende 2015 eingeweihte Riegel Zuwachs bekommen, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Im zweiten Bauabschnitt ist der Riegel verlängert worden, er misst jetzt insgesamt stolze 94 Meter in der Länge. Und es ist an der rechten Seite ein dritter Anbau hinzugekommen. Nun sei die "prägnante Gewerbeimmobilie", so Deltapro-Geschäftsführer Alexander Reichhart bei einer Einweihung, vollendet. Reichhart ist auch Geschäftsführer der gleichnamigen Gilchinger Logistik-Firma.

17 Firmen haben sich in der Gewerbeimmobilie, die Reichhart "den roten Magneten von Gilching" nennt, eingemietet. Zu den bisher etwa 100 Arbeitsplätzen kommen nochmals zirka 80 im neuen Gebäudeteil, den die Deutschland-Zentrale der Elektronikfirma ETS komplett belegt. Zu haben ist nur noch ein Bereich im dritten Obergeschoss mit einer Dachterrasse. Der Name des Gebäudes weist auf ein spezielles Konzept bei Gestaltung und Einrichtung hin, das nach dem Motto "ArbeitsLeben" denn auch "zeitgemäße Arbeitswelten", so Reichhart, schaffen soll. Vier verschiedene Raumkonzepte bieten verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Es gibt kleine "Cube Offices" ab 50 Quadratmeter, aber auch große Büroflächen und eine "Manufacturing Area", eine Werks- und Montagefläche, auf der auch schwere Maschinen aufgestellt werden können.

Bei der Einweihung des von Architektin Elisabeth Stürzer projektierten Komplexes sagte Landrat Karl Roth, das Gebäude sei "ein Gewinn für den Landkreis", Gilchings Bürgermeister Manfred Walter lobte die Zusammenarbeit zwischen Bauherrn und Gemeinde und bezeichnete den Bau als "modernes Wahrzeichen in Gilching Süd". E gibt sogar ein eigens von Stephan Quenkert geschaffenes Kunstwerk mit dem Namen "House Verlauf". Die beteiligten Betriebe werden in einer großformatigen Fotocollage gewürdigt. Über die Investitionskosten wurde nichts bekannt.

© SZ vom 04.06.2019
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