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Wohnungsbau:Bezahlbar und barrierefrei

Verband Wohnen plant zwei Neubauten in Weßling

In der Weßlinger Gartenstraße 3 bis 5 plant der Verband Wohnen einen Neubau. Die ersten Ideen stellten Wolfgang Robl, Technischer Leiter des Verbands und Architekt Oliver Glück jetzt dem Gemeinderat vor. Statt der beiden alten Häuser mit zwölf Wohnungen aus den 1950-er Jahre soll ein lang gestreckter Neubau mit 18 Wohnungen entstehen. Am besten gefiel dem Gemeinderat der Vorschlag, die beiden zweistöckigen Neubauten durch ein in der Mitte gelegenes gemeinsames aneinanderzuhängen. Dadurch könnten Treppenhaus und Aufzug gemeinsam genutzt werden und man bräuchte weniger Fassaden. Das würde sich später günstig auf die Mieten auswirken, versicherte Robl. Schließlich soll hier bezahlbarer Wohnraum entstehen. "Wir wollen die Mieter nicht so stark belasten mit Nebenkosten". Ein weiterer Aufzug würde sich mit 36 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche auf die Mieten auswirken. Einigen Ideen, wie beispielsweise Extraplatz für Kinderwagen oder Rollatoren, den Susanne Mörtl (SPD) gefordert hatte, erteilte Robl eine Abfuhr. Jeder zusätzliche Quadratmeter müsste schließlich auf die Mieten umgeschlagen werden.

Insgesamt sollen neun barrierefreie Zwei-Zimmer-Wohnungen, drei mit vier Zimmern und sechs Ein-Zimmer-Wohnungen entstehen. Andreas Lechermann (CSU) setzte sich für Gemeinschaftsräume ein, um den Menschen einen Begegnungsort anzubieten und so der Vereinsamung entgegen zu wirken. Reduziert werden sollen auch die Stellplätze in der Tiefgarage. Robl bevorzugte einen Schlüssel von einem Stellplatz pro Wohnung. Derzeit sind es eineinhalb. Der Erfahrung nach stünden etliche Tiefgaragen des Verbands Wohnen "halb leer". Plätze würden dann von externen Autonutzern angemietet werden. "Das kann nicht der Sinn sein", schließlich würden die Garagen aus Mitteln des geförderten Wohnungsbau errichtet. Ein weiteres Projekt des Verbands Wohnen ist mittlerweile fertig. Am 1. Dezember können die neuen Wohnungen am Narzissenweg bezogen werden.

Die Gemeinde soll jetzt den Bebauungsplan aufstellen. Der Verband Wohnen hofft im Jahr 2020 Baurecht zu bekommen. Dann sollen die Ausschreibungen für die Baugrube und für den Abbruch des Altbestands laufen. Im Frühjahr 2021 könnten dann die Bagger anrollen.

© SZ vom 29.11.2019 / pat
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