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Umweltzentrum in Gauting:Ernstes spielerisch vermitteln

Neu am Öko & Fair Umweltzentrum Gauting

"Öko & Fair"-Leiterin Christiane Lüst (rechts) begrüßt Natur- und Umweltpädagogin Maren Schmitz, die neue Kurse anbietet.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

"Öko & Fair" erweitert in der Corona-Krise das Angebot. Schon im März sollen etwa Kinder Kurse zu Naturthemen belegen können. Die neue Pädagogin Maren Schmitz organisiert auch Geburtstage

Von Blanche Mamer, Gauting

Christiane Lüst vom "Öko & Fair"-Umweltzentrum in Gauting zeigt sich optimistisch. Auch wenn im Augenblick keine öffentlichen Veranstaltungen möglich sind, ist sie eine Kooperation mit der Natur- und Umweltpädagogin Maren Schmitz eingegangen, um das Umwelt-Bildungsprogramm spielerisch zu erweitern. "Irgendwann wird das öffentliche Leben wieder starten müssen", sagt Lüst und hofft, dass das noch vor Ostern sein wird. Schon von Mitte März an will Schmitz mit ihren Kursen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene starten. "Auf jeden Fall werden die Aktionen draußen und unter Einhaltung der Corona-Regeln stattfinden", sagt die Starnbergerin. Draußen - das geben auch die Themen vor: "Erlebnis Wald", "Die vier Elemente - Erde, Luft, Feuer und Wasser" oder eine "Naturrallye der Pflanzen- und Tierwelt".

Ein weiterer Schwerpunkt der Umweltpädagogin wird das Organisieren von Kindergeburtstagen sein. Das Motto richte sich nach den Wünschen der Eltern und Kinder, wie beispielsweise "Wir, die Indianer", "Feenzauber", Schatzsuche im Wald oder Naturrallye über Stock und Stein. Selbstverständlich sind auch andere Themen möglich. Geburtstagsfeiern mit einem Motto seien sehr beliebt und entlasteten die Eltern, findet Schmitz. "Auch der Aspekt Bildung und Lernen spielt dabei eine wichtige Rolle. Spielerisch an ein ernstes Thema wie Natur- und Klimaschutz heranzugehen, kommt immer mehr ins Bewusstsein der Eltern."

Maren Schmitz, 33, ist in Papenburg in Niedersachsen aufgewachsen und lebt seit 2017 mit ihrer Familie in Starnberg. Ihre Ausbildung habe sie über ein zweijähriges Fernstudium beim Institut für Lernsysteme (ILF) in Hamburg absolviert. "Das konnte ich gut mit den Kindern verbinden", erklärt Schmitz. Sie hat zwei Kinder, die viereinhalb und zweieinhalb Jahre alt sind. Sie wachsen naturverbunden auf. Die große Tochter hat schon mit drei Jahren Radfahren gelernt und ist oft mit ihrer Mutter auf dem Rad unterwegs. Im Sommer 2019 war die vierköpfige Familie von Portugal aus per Rad auf dem Jakobsweg, insgesamt 270 Kilometer. Sie versuche möglichst ökologisch zu leben, Plastikverpackungen zu vermeiden, auf dem nicht sehr großen Balkon Kräuter selber zu ziehen, erklärt Schmitz. Die Kinder lernen das also auch gleich mit. Auch das Mülltrennen hat ihre Große grundsätzlich kapiert. Wobei für die Mutter das Müllvermeiden wichtiger ist. Auf das Umweltzentrum kam sie über die Homepage von Öko & Fair. "Ich habe einfach mal angerufen und mein Interesse bekundet. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch und durch unsere gemeinsamen Ziele haben wir uns dann schnell auf eine Zusammenarbeit geeinigt", sagt Schmitz und Lüst bestätigt eine Gemeinsamkeit von Anfang an. Nun hoffen beide, dass die erste Veranstaltung für Kinder von sechs bis zehn Jahre, "Papier - ein echter Allrounder" am 12. März von 16 bis 18 Uhr wirklich stattfinden kann. Der Kurs war zunächst für den 6. März vorgesehen, wurde dann aber verschoben. Passend zu Ostern folgt am 20. März, 10 bis 12 Uhr, die Aktion "Eier färben, natürlich mit Naturfarben" - immer vorausgesetzt, Corona lässt das zu.

Das ausführliche Programm und weitere Informationen im Internet unter www.natur-bringt-freu.de

© SZ vom 23.02.2021
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