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Tutzing:Radweg zu neuer Wohnanlage

ADFC stellt Forderungen für Lindemannstraße auf

Mit 70 Wohnungen entsteht derzeit Am Kallerbach an Tutzings südwestlichem Ortseingang ein großes Neubaugebiet. Wie die künftigen Bewohner als Fußgänger und vor allem Radler möglichst sicher unterwegs sein können, untersuchte die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bei einer Befahrung. Die Radler besahen sich unter Leitung von Martin Held und Claus Piesch die stark frequentierte Lindemannstraße. Zwischen der Einmündung des Radwegs Am Kallerbach bis zum Schönmoosweg machten sie mehrere Defizite aus. Zwei konkrete Ergebnisse übermittelte der ADFC direkt der Gemeinde Tutzing.

Zum einen erinnern die Clubmitglieder daran, dass das Ortsschild vor die Einmündung Am Kallerbach versetzt werden muss - von Kampberg/Diemendorf kommend. Dies hatte Gemeinderat Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzinger Liste) schon 2015 angeregt. Zuständig ist das Staatliche Bauamt Weilheim. Das Ortsschild sollte nach Ansicht des ADFC auf Höhe der hölzernen Brücke in der Lindemannstraße stehen. Wird der Ortsbereich der Kommune ausgeweitet, ließe sich die Geschwindigkeit auf der Staatsstraße auf 50 km/h begrenzen. Teilnehmer der Befahrung schildern, wie etwa die Hälfte aller Auto- und Lastwagenfahrer die Kurve an der Einmündung Am Kallerbach teils mit hoher Geschwindigkeit geschnitten hätten und so gefährliche Situationen heraufbeschworen - "ein neuralgischer Punkt".

Zum zweiten plädiert der ADFC für einen kombinierten Geh- und Radweg entlang der Lindemannstraße. Bislang würde nach den Plänen des Verband Wohnen - er baut die Wohnanlage Am Kallerbach - der Fußweg am nördlichen Rand des Grundstücks als "Fußgängersackgasse" enden. Aus der anderen Richtung - von Kampberg kommend - ist mit dem Geh-und Radweg an der Einmündung Am Kallerbach Schluss. Gäbe es einen durchgehenden Geh- und Radweg von der Einmündung der Straße von der Ilkahöhe bis zum bereits bestehenden Anschluss unten vor der Unterführung, sieht der ADFC einen Anreiz, mit dem Rad zum Bahnhof, zu Geschäften in der Lindemannstraße oder ins Ortszentrum zu fahren. "Radeln wird damit attraktiver und sicherer", ist die Tutzinger ADFC-Gruppe überzeugt.

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