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Tutzing:Neue Plätze für Wohnmobile

Die Gemeinde will wildes Parken am Starnberger See in den Griff bekommen

Wildes Parken in Seenähe will Tutzing besser in den Griff bekommen. Wohnmobile dürfen künftig nicht mehr am Freibad an der Grenze zu Garatshausen parken. Dafür sollen drei bis vier Standplätze für Wohnmobile am Südbad ausgewiesen werden - allerdings ohne jede Versorgung wie etwa Stromanschlüsse. Wer mit einem Wohnmobil kommt, darf dort auch nur maximal drei Tage stehen und muss die Tagesparkgebühr von drei Euro zahlen. Das beschloss der Verkehrsausausschuss am Dienstag einstimmig.

Zudem soll die Kommunale Verkehrsüberwachung nächsten Sommer verstärkt an den Wochenenden gegen wilde Parker an "verbotenen Ecken", Rettungsgassen und Feuerwehrzufahrten vorgehen. "Leute haben Zufahrten zum See und den Johannishügel zugeparkt. Wenn einer da steht, stellen sich andere dazu, weil sie denken, das geht schon", beobachtete Bürgermeisterin Marlene Greinwald in den vergangenen Wochen. Statt bisher 60 Stunden monatlich sollen Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung in den Sommermonaten 2021 nun 80 Stunden in der Seegemeinde patrouillieren und rigoros Strafzettel ausstellen. Obwohl dadurch mehr Kosten anfallen, rechnet man im Endeffekt mit einem Plus an Einnahmen. 2019 zahlte Tutzing rund 32 000 Euro an die Kontrolleure der Kommunalen Verkehrsüberwachung, nahm im Gegenzug aber 40 000 Euro ein.

© SZ vom 24.09.2020 / manu

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