Tutzing Dörrenberg hält sich heraus

Vizebürgermeisterin will beim Wahlkampf neutral bleiben

Die amtierende Vize-Bürgermeisterin in Tutzing, Elisabeth Dörrenberg (CSU) will sich aus dem anstehenden Wahlkampf um die Nachfolge des gestorbenen Bürgermeisters Rudolf Krug (ÖDP) heraushalten. Das stellte sie in Anbetracht der für nächste Woche angekündigten Aufstellungsversammlungen für Kandidaten am Freitag in einer Pressemitteilung klar. "Um eine völlig neutrale Amtsführung durch mich bis zu den Wahlen sicherzustellen, habe ich meiner Fraktion und auch dem Ortsvorsitzenden des CSU-Tutzing mitgeteilt, dass ich nicht an Wahlkampfveranstaltungen/ Infoständen der CSU öffentlich in Erscheinung treten werde und es keine gemeinsamen Fotos oder Auftritte mit dem CSU-Kandidaten geben wird", machte die derzeitige Rathauschefin deutlich. Sie verspricht, "mein Amt völlig neutral und im besten Sinne unserer Gemeinde bis zur Neuwahl eines Bürgermeisters/Bürgermeisterin zu führen". Auch öffentliche Stellungnahmen zu Kandidaten werde sie nicht abgeben.

Ob die Tutzinger Liste einen eigenen Kandidaten für die Wahl am 14. Januar aufstellen wird, ist weiter offen. Man will erst sehen, wen die CSU am Montag ins Rennen schickt. Bei der Versammlung der Gruppierung sei am Donnerstag intensiv über das Vorgehen diskutiert worden, sagte Wolfgang Behrens-Ramberg auf Nachfrage. Für den einzigen Gemeinderat der Tutzinger Liste, dem man eine Kandidatur zugetraut hätte, würde das Amt nicht in die persönliche Lebensplanung passen, so sein Statement. Die Tutzinger Liste hat auf ihrer Homepage ein Profil veröffentlicht, was ein Bürgermeister eigentlich alles können muss. "Daran sollte jeder Wähler seinen Kandidaten oder seine Kandidatin messen", rät Behrens-Ramberg.