Starnberg:Mehr Geld für die Kitas

Die Kassen der Stadt Starnberg sind leer, eigentlich müsste gespart werden. Bereits im Vorjahr beschloss der Stadtrat daher, von Eltern wieder Gebühren für Kinderbetreuung zu verlangen, die kurzzeitig kostenlos war. Für die Stadt wird es künftig dennoch nicht billiger: Der Stadtrat hat am Montag eine überarbeitete und in wesentlichen Teilen neu konzipierte Richtlinie zur Übernahme von Betriebskostendefiziten der freien Träger beschlossen, die in Starnberg etwa die Hälfte der Betreuungsplätze bereithalten. Anstelle einer komplizierten "Starnberger Förderformel" mit relativ hohem Verwaltungsaufwand gelten vom 1. Januar 2022 an vereinfachte und gerechtere Regeln, wobei die jeweils betroffenen Einrichtungen nicht schlechter gestellt sein sollen als bisher. Vom nächsten Jahr an müssen die jeweiligen Betreuungseinrichtungen vorab ihr erwartetes Defizit prognostizieren, die Stadt zahlt davon 80 Prozent. Berücksichtigt werden auch Miet- oder Pachtkosten. Die jeweiligen Summen sind allerdings gedeckelt und orientieren sich in ihrer Höhe an den durchschnittlichen Ausgaben städtischer Einrichtungen. Die erwarteten Gesamtkosten für die Stadt betragen 600 000 Euro pro Jahr - eine Steigerung um 50 Prozent. Der Stadtrat folgte mit seinem Votum mehrheitlich einer Empfehlung des Finanzausschusses.

© SZ vom 29.07.2021 / phaa
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