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Starnberg:Elf Klinik-Mitarbeiter in Quarantäne

Elf Mitarbeiter eines Krankenhauses im Landkreis müssen sich häuslich isolieren, weil sie nicht ausreichend geschützt Kontakt zu einem Covid-19-Patienten hatten. Der Mann hat sich laut Landratsamtssprecherin Barbara Beck am Donnerstag stationär wegen einer anderen Erkrankung aufnehmen lassen und dabei seine Infektion geheimgehalten, "weil er fürchtete, sonst nicht behandelt zu werden". So jedenfalls habe er sein Verhalten am Freitag den Ärzten erklärt. Beck spricht von einer "Katastrophe": Weil das Schutzmaterial in den Kliniken knapp sei, würde es ausschließlich bei Kontakten mit Verdachtsfällen oder Covid-19-Patienten verwendet. Der Landkreis prüfe aktuell, ob der Mann mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Am Freitag stieg die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis um 25 Fälle auf 248. Nur ein Bruchteil davon wird stationär behandelt oder überwacht, die meisten davon in der Gautinger Asklepios-Klinik. Dort wurden am Freitag 21 Patienten mit der Lungenkrankheit behandelt, sechs davon auf der Intensivstation

© SZ vom 28.03.2020 / frie

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