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Prozess um mutmaßlichen sexuellen Missbrauch:Angeklagter will sich zu Vorwürfen äußern

Im Prozess um hundertfachen schweren sexuellen Missbrauch an kleinen Kindern hat der Angeklagte vor dem Landgericht München II eine Erklärung angekündigt. Der 56-Jährige werde sich zu den Praktiken äußern, die er mit den vier mutmaßlichen Opfern vollzogen habe, sagte seine Verteidigerin am Freitag. Für die Aussage schloss das Gericht die Öffentlichkeit aus. Kurz zuvor hatte der Mann die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft noch abgestritten. Die Anschuldigungen seien falsch oder für ihn unvorstellbar. Das Gericht entschied daraufhin, die auf Video aufgenommenen Aussagen der mutmaßlichen Opfer abzuspielen. Auch hier schlossen die Richter die Öffentlichkeit aus. Laut Anklage soll der 56-Jährige aus dem Landkreis Starnberg über einen Zeitraum von 15 Jahren seine kleinen Stiefenkel und deren Freunde massiv sexuell missbraucht haben. Ihm wird auch Vergewaltigung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft listet mehr als 700 Fälle auf. Zum Prozessauftakt am Mittwoch hatte der Mann betont, er habe die Kinder nie zu etwas gezwungen.

© SZ vom 28.03.2020 / dpa

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