Pöcking:Ja zum Schmalzhof

Pöcking lässt sich von Kritik aus Starnberg nicht beeinflussen

Die Gemeinde Pöcking hält trotz der Kritik aus Starnberg an den Plänen für das Gewerbegebiet Schmalzhof fest. Einstimmig und ohne Diskussion hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan und Flächennutzungsplans abgesegnet. Gegen die Einwände der Nachbarn will sich Pöcking besonders gut absichern und hat daher den Rat von Fachjuristen eingeholt sowie zahlreiche Gutachten erstellen lassen. "Man hat das Gefühl, hier wird etwas ganz Schreckliches geplant", kommentierte Bürgermeister Rainer Schnitzler den starken Gegenwind von Starnberger Seite. Er verteidigte erneut die Ausweisung des Areals an der Flurgrenze. Zum Vorwurf, mit dem Gewerbegebiet werde das Landschaftsschutzgebiet zerstört, sagte er: "Die Naherholung findet am See statt." Die Fläche in Höhe des Maxhof-Kreisels sei ohnehin schon belastet durch den Verkehr an der B 2. Schnitzler ist überzeugt, dass die Gebäude sogar Lärm und Verkehr von den Wohngebieten auf Starnberger Flur fernhalten würden. Das Gewerbegebiet wird vorwiegend für einheimische Handwerksbetriebe geplant, die schon lange nach Erweiterungsmöglichkeiten suchen. "Es gibt einen dringenden Bedarf", betonte Schnitzler. Die Nachfrage sei bedeutend höher als die ausgewiesenen Fläche von 1,7 Hektar hergebe. Nun wird der Bebauungsplan erneut ausgelegt. Die letzte Entscheidung trifft allerdings der Kreistag. Er wird noch vor der Sommerpause über die Herausnahme des Areals aus dem Landschaftsschutzgebiet abstimmen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB