Neubauten:Bäume stehen im Weg

Grün an der Ammerseestraße in Gauting fällt Umgestaltung zum Opfer

Von Michael Berzl, Gauting

Wenn im Westen von Gauting ein neues Wohnviertel und ein Supermarkt entstehen, soll in dem Bereich auch die Straße umgebaut werden. Die Situation für Radler und Fußgänger werde dann verbessert, kündigte der Gutachter Helmuth Ammerl am Dienstag im Verkehrsausschuss an. Die bisherige Gestaltung des dortigen Radwegs mit Spuren in beide Richtungen auf einer Seite sei eigentlich "so gar nicht mehr zulässig".

Bisher ist auf der Durchgangsstraße ohnehin der Autoverkehr dominant. Laut Ammerl sind dort pro Tag etwa 5300 Fahrzeuge unterwegs. Demgegenüber seien es bei einer zwölfstündigen Zählung nur 200 Fußgänger und gut 400 Radler gewesen. "Da ist noch Luft nach oben", sagte der Diplom-Ingenieur, der im Ausschuss mehrere Varianten für die Umgestaltung von Fahrbahn und Wegen vorgestellt hat.

Der Verkehrsausschuss hat sich für eine Lösung ausgesprochen, die Fahrradschutzstreifen mit einer Breite von 1,50 Metern und 2,50 Meter breite Gehwege an beiden Seiten vorsieht. Außerdem werden neue Bushaltestellen angelegt. Diese Wünsche der Gemeinde sind Verhandlungsgrundlagen für Gespräche mit dem staatlichen Bauamt und dem Landratsamt. Bei der Ammerseestraße handelt es sich um eine Staatsstraße, die die Gemeinde nicht in eigener Regie umgestalten kann.

Die Bäume, die bisher entlang der Ammerseestraße stehen, werden der Umgestaltung zum Opfer fallen. "Die ganze Begrünung fällt weg. Das geht nicht anders", erklärte Verkehrsgutachter Ammerl.

Für die Anbindung des geplanten Wohnquartiers bei dem ehemaligen AOA-Firmengelände ist aber eine Umgestaltung der Fahrbahn notwendig. "Fuß- und Radverkehr sollen gestärkt werden", ist erklärtes Ziel der Gemeinde. Dennoch wird sich die Verkehrsbelastung auf der Ammerseestraße durch Siedlung und Supermarkt erhöhen. Prognosen gehen von einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen von etwa 2000 Fahrten in 24 Stunden aus, berichtete die Stadtplanerin Manuela Skorka bei einem Informationsabend über den "Patchway-Anger".

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