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Nepomuk:Endlich Frey-Zeit

Worauf sich der scheidende Landrat Karl Roth freut

Liebe Leut', ab und zu geh' ich ja ganz gern auf den Heiligen Berg. Ja auch, weil die Kirche so bayerisch-barock ist. Und weil's als Belohnung, wenn man sich raufgequält hat, immer ein Bier und eine Brotzeit gibt. Deshalb war ich auch am Donnerstag oben. Also fast. Weil auf halbem Weg bin ich hängegeblieben. Und zwar am Stefan Frey. Also nicht an ihm direkt. Sondern an seiner Pappfigur. Jawohl, an einem Frey-Pappkameraden. Da ist mir doch gleich mein alter Freund, der Edi eingefallen. Also der Stoiber. Dessen Aufsteller entwickelte sich, nachdem ihn der fränkische Kabarettist Erwin Pelzig mal in einer Fernsehsendung gezeigt hat, zum totalen Kassenschlager. Wie eine warme Semmel ging der weg. Vielleicht hofft der Frey Stefan darauf jetzt auch? Wahlkämpfe sollen ja teuer sein, man denke doch mal einfach an die Agenturen, die sich flotte Werbesprüche für einen einfallen lassen müssen.

Aber ich glaub' ja, dass es der Stefan da nicht so schwer hat. Und so richtig teuer wird es sicher auch nicht. Denn der Stefan hat ja den Carlo. Der soll sich auf dem Heiligen Berg am Donnerstag sofort so einen Frey-Pappkameraden geschnappt haben. Zuerst dacht' ich ja, er will das Teil jetzt einfach zu allen Terminen schicken, zu denen er nicht mehr mag. Weil er auch mal in aller Ruhe auf dem Tutzinger-Hof-Platz einen Burger verspeisen will, wie er neulich gesagt hat. Nicht wegen der Burger, sondern weil die Leut' so entspannt gewirkt hätten, wie er mal wieder sein wolle. Ganz ohne Zeitdruck im Garten grillen zu können, "darauf freu' ich mich", hat er gesagt. "Auf die Freiheit". Aber vielleicht hab' ich mich verhört, und er hat "Freizeit" gesagt? Und wollt' mir damit einen Hinweis geben, wie er den Wahlkampf vom Stefan unterstützen will? Ja, klar! Mit einem Slogan, der ihm selbst am Herzen liegt: "Endlich Frey-Zeit." Das glaubt Euer Nepomuk

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