bedeckt München 19°

Nach Unfall an Tutzinger Ausfahrt:ADFC will mehr Sicherheit für Radler

Tutzing Lindemannstraße

Unübersichtliche Ausfahrt vom Einkaufszentrum Lindemannstraße.

(Foto: Claus Piesch/oh)

Der Unfall am Tutzinger Einkaufszentrum Lindemannstraße, bei dem am vergangenen Donnerstag ein Autofahrer eine Radfahrerin mit Kleinkind übersah und zu Fall brachte, alarmiert die Ortsgruppe des Fahrradclubs ADFC. An der unübersichtlichen Ausfahrt des großen Parkplatzes sehen die Tutzinger ADFC-Vorsitzenden Martin Held und Claus Piesch ein permanentes Gefahrenpotenzial. Vorschläge für kurzfristige Verbesserungen ließen sie nun Bürgermeisterin Marlene Greinwald zukommen, wie sie mitteilen.

Der Zusammenstoß zwischen dem 50-jährigen Autofahrer und der radelnden Frau mit ihrer dreijährigen Tochter im Kindersitz ist zwar glimpflich verlaufen. Mutter und Kind zogen sich nach Angaben der Polizei nur leichte Verletzungen zu. Aber dennoch sieht der ADFC dringenden Handlungsbedarf. Denn Radler queren auf dem Geh-und Radweg die Parkplatz-Ausfahrt auch erlaubtermaßen von rechts kommend - so auch die Radfahrerin mit Kind. Autofahrern ist die Sicht nach rechts aber wegen einer großen Werbetafel versperrt. Was die ADFC-Vorsitzenden beklagen: "Es fehlt eine Haltelinie, geschweige denn ist die inzwischen übliche Kennzeichnung des querenden Fußgänger- und Radverkehrs durch einen ,roten Teppich' aufgebracht." Das soll sich ändern. Zudem soll das verdrehte "Vorfahrt achten"-Schild, das womöglich angefahren wurde, wieder richtig hingedreht und das darunter angebrachte Hinweisschild auf die kreuzenden Radler deutlich größer und reflektierend gemacht werden, eine Haltelinie am Boden Autofahrer abbremsen. Auf Nachfrage bedauert Bürgermeisterin Greinwald den Unfall. Sie sagt, dass die rote Markierung schon im Herbst 2019 in Auftrag gegeben worden sei und nun nächste Woche erfolgen solle. Der ADFC hofft, dass sich die Situation an der Lindemannstraße grundlegend verbessert, da der untere Teil der Staatsstraße in die Umgestaltung der Hauptstraße einbezogen wird.

© SZ vom 13.05.2020 / manu

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite