Münchner Straße Dutzende Kröten überfahren

Gilchinger Naturschützer fordern Amphibientunnel

Die Rettung von Kröten, Fröschen und Molchen bei ihren Wanderungen im März und April beschäftigt jetzt auch den Gilchinger Umweltausschuss. Denn der örtliche Bund Naturschutz (BN) berichtet, dass seit diesem Jahr auf der Münchner Straße bei Geisenbrunn bereits mehr als 30 Amphibien überfahren worden seien. Die Naturschützer fordern deshalb einen Krötentunnel mit fest installiertem Leitsystem - wobei auch die wechselhaften Erfahrungen mit dem Amphibienschutz an der Weßlinger Umfahrung zu berücksichtigen seien. Der Antrag wird damit begründet, dass der etwa hundert Meter lange Abschnitt zwischen einem Baumstumpf an der Südseite und ab dem direkt an der Straße verlaufenden Radweg für das Absammeln viel zu gefährlich sei. Zudem könne auf dieser Strecke "ohne weitere Maßnahmen kein Krötenzaun aufgebaut und betreut werden", betont der Gilchinger BN-Vorsitzende Anton Glaser in dem Schreiben an die Gemeinde. Denn im Wald falle die Böschung entlang dieser Strecke sehr steil ab.

Daher schlägt die BN-Ortsgruppe vor, in diesem Bereich einen Krötentunnel zu bauen und einen Weg entlang der Böschung anzulegen, der zur Straße hin Platz für einen Fangzaun mit Eimerfallen biete - und von den Helfer auch nachts gefahrlos begangen werden könne. Außerdem hält es der Bund Naturschutz für denkbar, die nordseitig zugeschüttete Unterführung bei den Glascontainern wieder zu öffnen und dort ebenfalls ein Leitsystem für die wandernden Amphibien einzurichten. Bei den Planungen müssten aber alle betroffenen Anlieger zustimmen, so Glaser. Der Umweltausschuss will den BN-Antrag "wohlwollend prüfen".