Landwirtschaft:Wagyu-Zucht ad acta gelegt

Landwirtschaft und Ernährung in der Ampel-Koalition

Junge Wagyu-Ochsen wie dieser werden in Mörlbach wohl nicht auf einer Weide grasen.

(Foto: Guido Kirchner/dpa)

Gutsverwaltung zieht Pläne für Mörlbach zurück

Von Sabine bader, Berg

Aus der geplanten Wagyu-Zucht in Mörlbach wird nichts. Denn die Gutsverwaltung Brandl zieht sämtliche Bauanträge in dieser Sache zurück, hieß es am Dienstagabend überraschend im Berger Gemeinderat. Als Begründung für den Entschluss führt die Gutsverwaltung den "fehlenden Rückhalt" in der Berger Bevölkerung und in der Gemeinde an.

Evi Brandl, Inhaberin des Metzgereiimperiums Vinzenz Murr, hatte vorgehabt, auf einem mehr als 270 000 Quadratmeter großen Areal am westlichen Ortsrand von Mörlbach einen Mastbetrieb mit gut 130 Wagyu-Rindern nebst Hofladen, Ferienwohnungen und Verwaltung zu errichten. Da das Fleisch der Tiere extrem hochpreisig ist, hatte sich die Unternehmerin im Landkreis Starnberg mit seinen vielen wohlhaben Bürgern einen guten Absatzmarkt versprochen.

Man habe weder in der Bevölkerung noch bei den Berger Gemeinderäten das nötige Verständnis für das Vorhaben gefunden, sagt Raimund Niedermeier, der landwirtschaftliche Betriebsleiter der Gutsverwaltung Brandl am Mittwoch im Gespräch mit der SZ. Das sei kürzlich auch bei einem Ortstermin mit den Berger Gemeinderäten deutlich geworden. Weitere Planungen auf dem Gelände sehe man daher nicht vor. "Damit ist das Projekt gestorben." Laut Niedermeier ist auch keineswegs daran gedacht, die Rinderzucht auf dem Brandlschen Gutshof im benachbarten Wadlhausen zu verwirklichen, da man dort mit einer ähnlich skeptischen Haltung rechne.

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