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Landkreis Starnberg:Spitzenreiter bei Hausärzten

Wer in Starnberg krank wird, muss sich offenbar um die hausärztliche Versorgung keine Sorgen machen: In dem oberbayerischen Landkreis gibt es mehr Ärzte, als nach Berechnung der Krankenkassen benötigt werden.

Nirgendwo in Deutschland ist die hausärztliche Betreuung so gut wie am Starnberger See - zumindest rechnerisch. Mit einem Versorgungsgrad von etwa 145 Prozent liegt der oberbayerische Landkreis Starnberg im bundesweiten Vergleich an der Spitze. Das geht aus einer Mittwoch verbreiteten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Freiburg im Breisgau (etwa 141 Prozent) und das westfälische Hagen (etwa 131 Prozent).

Bei einem Versorgungsgrad von 100 Prozent entspricht die Zahl der Ärzte in einer Region exakt der sogenannten Bedarfsplanung von Kassenärzten und Krankenkassen. In die Berechnung fließt aber nicht nur das quantitative Verhältnis von Ärzten zur Bevölkerung ein, sondern auch Faktoren wie das Alter der Bevölkerung und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Stadt und Land.

Regionen mit einer Hausarzt-Quote von mehr als 110 Prozent gelten als überversorgt. Die Grenze zur Unterversorgung liegt bei 75 Prozent.