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Kollaps der Greensill-Bank:Pöcking hofft auf Rückzahlung

Nach dem Kollaps der Bremer Greensill-Bank wollen die Stadt Monheim, Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden, die bayerische Gemeinde Pöcking und 14 weitere Kommunen an einem Strang ziehen, um ihr Geld zurückzubekommen. Man habe zwei renommierte Anwaltskanzleien beauftragt, um die Interessen der 17 beteiligten Kommunen im Insolvenzverfahren zu vertreten, bestätigte Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler am Freitag. Ziel sei es, die bei Greensill angelegte Summe von insgesamt fast 145 Millionen Euro möglichst vollständig aus der Insolvenzmasse zurückzuerhalten. Allein 38 Millionen Euro entfallen auf Monheim, auf Pöcking fünf Millionen. Anfang März schloss die Finanzaufsicht Bafin die Bank, Mitte März wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Privatanleger wurden entschädigt, Kommunen sind seit 2017 aber nicht mehr über den Einlagensicherungsfonds abgesichert. Die nun beauftragten Fachleute sollen auch Schadenersatzansprüche prüfen, Makler und Vermittler der Finanzgeschäfte könnten möglicherweise in Haftung genommen werden. Für den 8. Juni ist eine erste Gläubigerversammlung in Bremen anberaumt.

© SZ vom 08.05.2021 / dpa/phaa
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