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Klinik-Neubau:Letzte Hoffnung Seefeld

Herrsching Schindlbeck Klinik

Ein Ausbau der Herrschinger Schindlbeck-Klinik ist schwierig, soll aber trotzdem geprüft werden.

(Foto: Georgine Treybal)

Eigentümer wollen Herrschinger Grundstück nicht für Krankenhaus verkaufen

Von Christine Setzwein, Herrsching

Die Eigentümer des Grundstücks an der Seefelder Straße in Herrsching, das für einen Klinik-Neubau in Frage gekommen wäre, werden weder verkaufen noch verpachten. Das hat Landrat Stefan Frey am Donnerstag bestätigt. Damit sind Gemeinde und Landkreis um eine Hoffnung ärmer, die zwei Krankenhäuser in Seefeld und Herrsching in einem Neubau in Herrsching zusammenzulegen. "Diese Option ist damit vom Tisch", sagt Frey. Jetzt bliebe nur noch, die Schindlbeck-Klinik zu erweitern, so Frey. Angesichts der Lage direkt am Ammersee und mitten im Ort ein schwieriges Unterfangen. Eine Begehung der Klinik soll demnächst trotzdem stattfinden, um die Möglichkeiten auszuloten.

Auf Antrag der Grünen hatte der Gemeinderat Herrsching erst am vergangenen Montag bekräftigt, dass die Ammerseegemeinde Standort einer neuen Klinik werden solle und nicht Seefeld. Da waren die Verhandlungen über das Grundstück an der Seefelder Straße wohl noch im Gange. Dort besitzt die Kommune bereits rund 18 000 Quadratmeter Grund, die für den Bau des neuen Gymnasiums vorgesehen waren.

So bleibt vorerst nur der geplante Standort für einen Klinik-Neubau im westlichen Landkreis im Seefelder Ortsteil Hechendorf. Für die Zusammenlegung der zwei kommunalen Krankenhäuser in einem Gebäude gebe es keine Alternative, sagt der CSU-Landrat. "Das ist für mich eine Notwendigkeit." Das Gesundheitsministerium befürwortet und fördert den Bau einer neuen Klinik mit 190 Betten, aber nur in Seefeld oder in Herrsching. Großes Manko des Areals östlich des Friedhofs Lindenallee in Hechendorf: Es liegt im Landschaftsschutzgebiet und im sogenannten regionalen Grünzug, der Frischluftschneise für die Stadt München.

Am 27. Juni entscheiden die Seefelder in einem Ratsbegehren, ob sie für oder gegen einen Klinik-Neubau in dem sensiblen Gebiet sind. Die Bürgerinitiative Eichenallee und der Bund Naturschutz sammeln unterdessen Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den Standort. Am Dienstag, 8. Juni, hat die Gemeinde Seefeld eine Präsenz-Informationsveranstaltung zum Krankenhaus-Neubau angesetzt, sofern es die Corona-Pandemie zulässt. Sie wird in der Turnhalle in Hechendorf stattfinden (Beginn um 19 Uhr) und kann auch live auf der Gemeinde-Homepage verfolgt werden.

© SZ vom 21.05.2021
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