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Hochzeit:Aus Partnern wird ein Paar

Seefeld Altes RH, Hochzeit

Glückliches Brautpaar: Petra Peters und Alex Crepanz nach der Trauung durch die Bürgermeister Franz Kompatscher (links) und Wolfram Gum.

(Foto: Georgine Treybal)

Seefelder Standesbeamtin heiratet Gossensasser Bäcker

Seit fast 40 Jahren sind die Gemeinden Seefeld und Gossensass in Südtirol schon verbandelt. Zu einer echten Hochzeit haben sie es nie geschafft - bis zum vergangenen Samstag. Da wurde aus der länderübergreifenden Städtepartnerschaft eine ganz private, als sich die Seefelder Standesbeamtin Petra Peters und der Gossensasser Bäcker Alexander Crepanz das Ja-Wort gaben. Und weil dieses Ereignis quasi überregionale Bedeutung hat, wurde die Trauung im Alten Rathaus gleich von zwei Bürgermeistern vollzogen: von Wolfram Gum und Franz Kompatscher.

Damit war der "Kuppler" Gum endlich erfolgreich. Schon 2011 habe er versucht, sie mit Alex Crepanz zusammen zu bringen, erzählt Petra Peters. Kennengelernt hatten sich die Bayerin und der Südtiroler schon 2004, anlässlich der 1200-Jahrfeier von Oberalting. "Aber da waren wir noch in festen Händen." Gefunkt habe es dann bei der Maifeier 2015. "Am 31. Dezember 2018 haben wir uns verlobt."

Beide sind 44 Jahre alt. Alex, wie ihn alle nennen, arbeitet in der Bäckerei seiner Mutter. "Die machen ein super Schüttelbrot", sagt Bürgermeister Gum. Und Crepanz sei ein hervorragender Musiker. In der Vereinskapelle Gossensass, deren Stabführer er ist, spielt er Flügelhorn und Trompete. Das Ehepaar wird erst einmal eine Fernbeziehung führen. "Aber wir sehen uns jedes Wochenende", sagt Peters. Was ihr an Südtirol gefällt? "Mein Mann", natürlich, aber auch die Menschen, die Landschaft, die Mentalität und das Essen. Peters war viele Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert und wurde dafür mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Für Bürgermeister Gum ist die Trauung der Beiden "eine Krönung der Partnerschaft". Vor allem die Vereine wie die Schützen und Fußballer halten die Bande lebendig. "Die Südtiroler kommen gerne zu uns", sagt Gum. "Und für uns ist es mittlerweile eine gewisse Heimat da unten."