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Gauting:Er rollt wieder

Die Fahrt mit dem Bus kostet einen Euro, Kinder zahlen 70 Cent.

(Foto: Röming/oh)

Gemeinde hat einen neuen Bürgerbus

Die Gemeinde Gauting hat einen neuen Bürgerbus. Mit dem alten Fahrzeug wurden zehn Jahre lang Bürger der Gemeinde, meist Senioren, zum Einkaufen oder zum Arzt gefahren. Seine besten Jahre hatte er nach diesem langen Einsatz allerdings hinter sich. Vor wenigen Tagen übergab die Firma "Thaler Mobilwerbung" der Gemeinde nun ein neues Fahrzeug. Sponsoren aus der ganzen Region hatten den Kleinbus finanziert, darunter Handwerksbetriebe, Ärzte und Gastronomen. Die Fahrer sind Ehrenamtliche.

Das Transportangebot der Gemeinde richte sich weiterhin vor allem an Senioren, im Prinzip aber könnten alle Gautinger Bürger den Kleinbus nutzen, sagte Andreas Röming, Sprecher der Gemeinde. Auch Familien seien mit dem Bus zum Einkaufen gefahren. Er ist "einfach eine Ergänzung" zum sonstigen öffentlichen Nahverkehr, sagte Röming, und dazu noch deutlich günstiger: Eine Fahrt kostet Erwachsene einen Euro, Kinder 70 Cent. Sind Kinder unter sechs Jahren mit ihren Eltern unterwegs, fahren sie umsonst. Das Gleiche gilt für Schwerbehinderte mit Ausweis. Wegen der Pandemie gelten im Bus derzeit besondere Hygienemaßnahmen: Es müssen Masken getragen werden, nur vier der insgesamt neun Plätze dürfen besetzt werden.

Der Bus fährt künftig dienstags, donnerstags und freitags zwischen neun und zwölf Uhr vier Routen in der Gemeinde hintereinander ab. Die erste führt vom Bahnhof aus über Waldpromenade und Ammerseestraße, also im westlichen Teil Gautings. Auf Route 2 fährt der Bus am Bahnhof vorbei, biegt dann südlich auf die Starnberger Straße ab und fährt eine kleine Runde über die Reismühler Straße. Die dritte Tour folgt der Hubertusstraße Richtung Norden und wieder zurück. Auf der vierten Route werden Haltestellen entlang der Grubmühlerfeldstraße und der Hangstraße bedient. Drei mal kann jede Route an einem Tag befahren werden.

© SZ vom 26.10.2020 / LIBU

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