bedeckt München 16°

Gauting:Denkpause verordnet

Gemeinderäte wollen sich für Kindergarten-Planung Zeit lassen

Gegen den Willen von Bürgermeisterin Brigitte Kössinger (CSU) und gegen die Stimmen der CSU-Fraktion hat sich eine große Mehrheit im Gautinger Gemeinderat für eine Denkpause bei der Planung eines neuen Kindergartens ausgesprochen. Vorgesehen hatte die Rathausverwaltung den Neubau mit Platz für sechs Gruppen auf einem Grundstück am Ende der Wiesmahdstraße in der Nähe des Schulzentrums. Doch nun wird erneut über Lage, Größe und auch Alternativstandorte diskutiert. Mifü-Gemeinderätin Stephanie Pahl forderte in dem Zusammenhang, die Rathausverwaltung solle eine Liste aller Grundstücke in kommunaler Hand vorlegen. Außerdem soll eine bessere Auslastung bestehender Einrichtungen untersucht werden. Weitere Planungen ruhen erst einmal bis Ende Februar.

Das Moratorium hat ein fraktionsübergreifendes Bündnis aus Grünen, FDP, SPD und Mifü beantragt und nun mit einer 18:10-Mehrheit durchgesetzt. Vize-Bürgermeister Jürgen Sklarek (Mifü) warnte erneut vor Protesten von Anliegern: "Als die Realschule gebaut wurde, waren die auch dagegen." Auch Heinrich Moser von den Grünen nannte den Standort am Ende einer Sackgasse "nicht optimal".

Vergeblich warnten die Bürgermeisterin und CSU-Vertreter wie die Fraktionssprecherin Eva-Maria Klinger vor weiteren Verzögerungen. "Wir haben jetzt schon 150 Kinder, die keinen Platz haben", mahnte sie.

© SZ vom 01.10.2020 / rzl

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite