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Freizeit:Feldafings Strandbad wird teurer

Feldafing Strandbad

Soll umgestaltet werden: das Lokal des Feldafinger Strandbads, das trotz der Anbauten noch als Kiosk apostrophiert wird.

(Foto: Georgine Treybal)

Weil die Badeaufsicht nicht mehr gleichzeitig an der Kasse sitzen darf, braucht es mehr Personal. Zudem wird der Gastronomiebereich umgestaltet.

Von Sylvia Böhm-Haimerl

Mit den derzeitigen Planungsvorschlägen für den Gastronomiebetrieb im Feldafinger Strandbad ist die Gemeinde nicht zufrieden. Nun sollen nochmals bis zu 5000 Euro im Vergabeverfahren ausgelobt werden, um neue Ideen zu sammeln. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Die Zeit drängt. Wie Bürgermeister Bernhard Sontheim berichtete, wurde bei einer Begehung festgestellt, dass die Elektrik "erhebliche Mängel" aufweist. "Wenn es einen Kurzschluss oder Brand gibt, ist der Teufel los", so der Rathauschef, der umgehend per dringlicher Anordnung einen Fachbetrieb mit der Reparatur beauftragt hatte. Um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, "müssen wir alles so schnell wie möglich durchziehen".

2018 hatte die Denkmalschutzbehörde befürwortet, dass die nachträglich angebrachten Anbauten im Kioskbereich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden dürfen. Für beide Planungsvorschläge hätte die Gemeinde dem Freistaat eine Grundstücksfläche abkaufen müssen. Das war der Kommune zu teuer. Bei sieben weiteren vorgeschlagenen Varianten wären die Neubauten vom Badgelände aus zu sehen gewesen. Das gefiel den Gemeinderäten nicht. Mit Hilfe des Vergabeverfahrens sollen nun Architekturbüros angeschrieben werden, die neue Lösungsvorschläge erarbeiten.

Der Gemeinderat befürwortete darüber hinaus mehrheitlich, dass in dieser Saison die Preise erhöht werden. Der Grund laut Sontheim: Vorschriften zufolge dürfe die Badeaufsicht nicht gleichzeitig Eintrittsgelder kassieren. Dies führe zu einer deutlichen Erhöhung der Personalkosten.

Die Mehrkosten sollen über die Eintrittspreise wieder hereinkommen. Für Tageskarten sind künftig vier Euro statt 3,44 Euro für Erwachsene fällig, Kinder müssen zwei Euro statt 1,50 Euro bezahlen. Die Dauerkarten werden um 20 Euro erhöht, für Jugendliche um zehn und für Kinder um fünf Euro. Deutlich teurer werden die Kabinenmieten, sie steigen von bislang 45 auf nunmehr 100 Euro. Allerdings wird ein Rabatt für Einheimische gewährt in Höhe von 35 Euro, sodass sie nur noch 65 Euro zahlen müssen.

Wie der Rathauschef betonte, sei dieser Abschlag rechtlich gesichert. Weder der Gemeindetag noch die Rechtsaufsicht im Landratsamt hätten Bedenken geäußert.

© SZ vom 27.03.2021
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