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Feldafing:Kinderstube auf der Schafweide

Kinderstube auf der Schafweide; Auf Garatshausener Weide von Imke Schmid

Freudig hält Imke Schmid die beiden jüngsten Lämmer Pünktchen und Anton im Arm.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Imke Schmids kleine Herde in Garatshausen hat Nachwuchs bekommen - zwei Zwillingspärchen

Von Sabine Bader, Feldafing

Es ist ein besonders nettes Bild, wenn die vier Lämmer von Imke Schmid durch den frischen Schnee toben. Zwei Zwillingspärchen haben ihre Schafe kürzlich bekommen. Die beiden älteren Lämmer sind am 8. Januar geboren, die jüngeren am 16. Januar. Ihr Vater ist ein friesisches Milchschaf. Friesische Milchschafe zeugen ihre Jungen streng saisonal. Sie werden bei dieser Rasse also immer im Winter geboren. Eine der Mütter ist ein Bergschaf, die beiden anderen sind Mischlinge, auch ein Coburger Fuchs ist dabei, erzählt Schmid.

Ihre kleine Herde, bestehend aus vier ausgewachsenen Schafen und vier Lämmern, hält Schmid auf einer Weide in Garatshausen. Dort haben die Tiere auch einen dick mit Stroh ausgepolsterten Unterstand. Wird ein Lämmchen geboren, leckt die Mutter es trocken. "Das Kleine ist danach ganz warm, auch wenn es draußen kalt ist", erzählt Schmid. Im Unterstand fange sich die Wärme ohnehin recht gut, sagt sie.

Der Inbegriff der Gemütlichkeit für die Jungtiere ist es, unter der Futterkrippe gemeinsam zu kuscheln, während die erwachsenen Tiere über ihnen das Heu aus der Krippe ziehen und fressen. "Das sieht sehr niedlich aus", sagt Schmid. Nach ihrem Beruf gefragt, erklärt die 54-Jährige: "Ich bin halb Landwirtin und engagiere mich in der restlichen Zeit viel ehrenamtlich." Schmid hält noch zehn Hühner und hat acht Bienenstöcke. Ihr Sohn sei gelernter Landwirt, erzählt sie. Die beiden entscheiden viel, was die Tiere angeht, gemeinsam. Die zwei jüngeren Lämmer heißen übrigens "Pünktchen und Anton." Die Namen für die Jungtiere suchen stets Imke Schmids Kinder aus.

© SZ vom 21.01.2021
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